m.objects.ch

Die neue m.objects Version v8.0

Neuerungen in v8.0 gegenüber v7.5

Videofunktionen
- Dynamische Zeitlupe/Zeitraffer (ab m.objects live)
Mittels des neuen Dynamikobjekts „Geschwindigkeit“, dargestellt durch ein Symbol „T“ für Timebase, kann die Wiedergabegeschwindigkeit von Videomaterial definiert werden. Da dieser Effekt auch dynamisch eingesetzt werden kann, findet er sich nicht im Eigenschaftsformular des jeweiligen Medienobjekts sonder im Werkzeugfenster.
Es ist damit also möglich, ein Video zunächst in Nominalgeschwindigkeit laufen zu lassen, um es dann an einer besonders interessanten und normalerweise schnell ablaufenden Szene abzubremsen. So kann zum Beispiel eindrucksvoll der Beutezug eines Raubtieres mit Hervorhebung und Analyse der kurzen Phase des Zugriffs dargestellt werden. Auch ist es möglich, aus einem zunächst dargestellten stehenden Bild weich in die Bewegung des Videos überzugehen oder dieses wiederum an eine bestimmten Stellen zu stoppen und damit die Szene praktisch einzufrieren.
In diesem Zusammenhang wurde auch der Assistent für die Nachvertonung von Videoclips überarbeitet, so dass auch der extrahierte Ton dieses Geschwindigkeitsprofil übernimmt. Zudem gruppiert dieser nun per Default alle Anfasser von Bild und Ton, um fortgesetzt Synchronität zu gewährleisten. Diese Gruppierung kann bei Bedarf aufgehoben werden.

- Geschnittene Videoclips auf dem Leuchtpult (alle Ausbaustufen)
Auf der Timeline bereits zerlegte Videoclips landen durch Löschen wie bisher auch auf dem Leuchtpult. Anders als zuvor behalten sie dort aber die In/Out Zeiten bei, so dass sie beim erneuten Einfügen in die Präsentation gleich den zuvor gewählten Beschnitt abbilden. So können in einer frühen Phase der Produktion zunächst längere Videoclips passend zerlegt werden, um diese dann später übersichtlich im Storyboard zu verwalten.

- Timecode-Angaben (SMPTE) für Videoschnitt (alle Ausbaustufen)
Die Zeiten für in und In/Out stellt m.objects üblicherweise im Format h:m:s:ms (also Stunden, Minuten, Sekunden und Millisekunden) dar, da das Programm ja im Bezug auf die verwendeten Frameraten universell arbeitet. Diese Angabe ist relativ zum Beginn des Videostreams innerhalb der verwendeten Datei.
Verfügt eine Videodatei jedoch zusätzlich über einen SMPTE-Timecode (im Format h:m:s:f, also die Framenummer statt Millisekunden), so wird automatisch diese Angabe verwendet. Sie enthält dann in der Regel eine Angabe der Echtzeit der Aufzeichnung, was dazu dienen kann, zeitlich überlappen aus verschiedenen Kameraperspektiven aufgezeichnete Takes miteinander zu synchronisieren.

- In/Out manuell eingeben (alle Ausbaustufen)
Im Formular der Eigenschaften eines Videoclips kann nun manuell neben dem Einstiegspunkt (In) auch der Ausstiegspunkt (Out) eingegeben werden. Wird dieser Wert verändert, so wird die Spieldauer des Clips auf der Timeline automatisch angepasst.

Leuchtpult (alle Ausbaustufen)
- Stichwortverwaltung
Einzelnen Elementen (Bildern, Texten, Videos) sowie Selektionen mehrerer Elemente zugleich können nun benutzerdefinierbare Stichwörter zugeordnet werden. Dabei ist auch eine Mehrfachauswahl möglich. Das bedeutet, dass ein Element beispielsweise zugleich die Stichwörter „Unterwasser“, „4 zu 3“ und „2017“ beinhalten kann.
Entsprechend ist die Möglichkeit gegeben, die im Leuchtpult angezeigten Elemente nach Kategorien zu filtern. Auch hier ist ein Mehrfachauswahl möglich, so dass zugleich alle Elemente der Kategorien „Wüste“ und „Savanne“ angezeigt werden können. Dabei ist einstellbar, ab alle gewählten Stichwörter oder nur eines davon enthalten sein müssen, damit das Bild angezeigt wird.
Durch die Stichwortverwaltung ist das Leuchtpult nun weitaus leistungsfähiger für das Entwickeln einer Geschichte geeignet.
Stichwörter können wie in Adobe Lightroom hierarchisch strukturiert werden. Das geschieht wahlweise beim Anlegen eines Stichwortes oder mit der Maus per Drag & Drop in der Stichwortliste.

- Datenübernahme aus Lightroom
Beim Import von Bildern werden vergebene Stichwörter (auch hierarchisch) aus Adobe Lightroom interpretiert und zum Import angeboten.

- Selektion mit Shift
Da sich das Leuchtpult als zeilenweise zu interpretierende Sortiervorrichtung für das Storyboard versteht, werden nun bei Auswahl eines Objektes und nachfolgender Auswahl eines zweiten mit gedrückter Shift-Taste alle zeilenweise dazwischen liegenden Bilder mit selektiert (statt wie zuvor blockweise).

- Automatisches Anordnen
Die Funktion „automatisch Anordnen“ (siehe Kontextmenü des Leuchtpultes) wird nun konsequent bei allen Operationen berücksichtigt, also auch nach dem Drag&Drop von Bildern aus dem Leuchtpult auf die Timeline.

- Löschen von der Timeline
Von der Timeline gelöschte Objekte werden nun im Leuchtpult nicht mehr rechts außerhalb des sichtbaren Bereiches angesetzt, wo sie einen Einfluss auf die Bildreihenfolge haben. Stattdessen werden sie zu unterst angefügt und gleichzeitig der Kategorie „von der Timeline gelöscht“ zugeordnet, die wahlweise auch ausgeblendet werden kann. Außerdem behalten sie dabei die chronologische Reihenfolge bei, die sie zuvor auf der Timeline hatten.

- Sortierung
Das Leuchtpult bietet eine Sortierung der Bilder nach Aufnahmedatum, Größe, Seitenverhältnis und zahlreichen weiteren Metadaten wie Kamera, Objektiv, Copyright etc. an.

Timeline-Editor (alle Ausbaustufen)
- Fixierung des Zeitlineals
Das Zeitlineal bleibt nun auch beim vertikalen Scrollen in Projekten mit vielen Spuren immer am oberen Rand des Showeditors stehen, sofern es die oberste Komponente ist. Es kann aber nach wie vor wahlweise unterhalb anderer Komponenten angedockt werden und scrollt dann wie bisher gemeinsam mit diesen.

- Stummschaltung von Spuren
Während sich die Stummschaltung von Spuren in vorhergehenden Versionen nur auf neu hereingezogene Objekte auswirkt, betrifft sie nun auch das Editieren bereits auf den Spuren abgelegter Objekte. Ein Anwendungsbeispiel ist, dass beim Rotieren der Zuordnung von Bildern zu Spuren (mit additiv gemischtem Material zur Erzeugung oder zum Schließen einer Lücke) die Zuordnung anderer Spuren mit z.B. überlappendem Material oder Masken unverändert bleiben kann.

- Spurwechsel bei Gruppen
Bei Selektionen oder Gruppen von Objekten, die sich über mehrere Komponenten erstrecken (z.B. nachvertonte Videos), können nun nachträglich in der Komponente die Spuren gewechselt werden, in der Objekte mit der Maus gegriffen wurden. So ist zum Beispiel die Gruppierung von Wartemarken und/oder Prompter-Texten mit Bildern wesentlich sinnvoller einsetzbar, da diese Gruppierung nicht mehr das Umsetzen des Bildes auf eine andere Bildspur verhindert.

- Assistent für Nachvertonung
Der Assistent für die Nachvertonung gruppiert zusammengehörige Objekte nun per Default, da die Handhabung dieser Gruppe wie im Abschnitt zuvor beschrieben nun deutlich einfacher vonstatten geht.

- Schnellvorschau-Fenster
Die Lage des Schnellvorschau-Fensters (Shift-Taste über einem Bild- oder Videoobjekt) ist nun nicht mehr auf die Abmessungen den Showeditors beschränkt (Clipping).
Zudem werden nun ausgewählte Exif-Daten bzw. Videoparameter zusätzlich unter der Bildvorschau eingeblendet.

- Magnet-Funktion
Audiohüllkurven-Anfasser rasten nun bei aktivierter Magnetfunktion auch an Lichtkurven-Anfassern ein (und andersherum). Diese Funktion ist durch Festhalten der Taste [Alt] temporär deaktivierbar.

Audio Engine (alle Ausbaustufen)
Die gesamte Audio-Engine, welche die Arbeit hinter den Tonspuren von m.objects verrichtet, wurde neu programmiert, um die Verarbeitung flexibler und von Betriebssystem-/Treiberupdates unabhängig zu machen und m.objects zu befähigen, moderne Dateiformate zu verarbeiten.

- Tondateiformate
Die neue Audio-Engine in m.objects ist im Bezug auf Dateiformate und Codierungsverfahren weitaus flexibler als die klassische, bislang verwendete Technik.
Praktisch alle gängigen Dateitypen können nun ohne vorherige Konvertierung direkt in m.objects verarbeitet werden. Dazu gehören auch Ogg Vorbis, FLAC, DSD (dsf) und viele weitere. Es spielt dabei nun keine Rolle mehr, mit welcher Samplefrequenz (z.B. 44.1, 48 oder 96kHz), Quantisierung (z.B. 16 oder 24 Bit) bzw. Kanalcodierung diese vorliegen. Die Umsetzung bei der Verwendung von Material verschiedener Sampleraten innerhalb eines Projekts erfolgt in überlegener Qualität.
Auch die Wartezeiten beim Start der Wiedergabe, die je nach Komplexität des Audio-Arrangements und verwendeten Dateiformaten zuvor im Sekundenbereich liegen konnten, sind mit der neuen Audio-Engine drastisch reduziert.

- VBR vs. CBR und anderes
Dateien, die mit variabler Bitrate aufgezeichnet worden waren, konnten bislang bei der Synchronisation innerhalb von m.objects Probleme verursachen. Je nachdem, an welcher Stelle innerhalb einer solchen Tondatei der Locator gestartet wurde, konnte es zu mehr oder weniger gravierenden Abweichungen im Timing kommen. Ein ähnliches Problem konnte auftauchen, wenn MP3-Dateien z.B. von amazon oder anderen Anbietern heruntergeladen und eingebunden wurden, die größere Mengen an Metainformationen wie z.B. Coverbilder enthalten.
Diese Probleme kennt die neue Audio-Engine nun nicht mehr, und die von m.objects im Bedarfsfall automatisch angebotene Umwandlung kann entfallen, was auch eine qualitativen Gewinn bedeutet. Vor allem aber muss eine solche Umwandlung nun nicht mehr manuell erfolgen, wenn m.objects das potentielle Problem unter bestimmten Umständen selbst nicht erkennen konnte.

- Toneffekte und Kompatibilität
Für die neue Audio-Engine wurde ein vollkommen andere Technologie als zuvor verwendet, denn nur so ließen sich die vorhandenen Einschränkungen aufheben. Dadurch besteht für dieses Modul jedoch auch kein Zugriff mehr auf die bis dato in manchen Produktionen verwendeten DirectX-basierten Toneffekte. Um jedoch eine hundertprozentige Kompatibilität zu alten Produktionen zu gewährleisten, wählt m.objects beim Laden einer Produktion automatisch die geeignete Audio Engine. Produktionen, die DirectX-PlugIns verwenden, werden automatisch mit der herkömmlichen Audio Engine wiedergegeben, so dass es keinerlei Einschränkungen gegenüber älteren m.objects-Versionen gibt. Sie können jedoch auch manuell über das Formular „Einstellungen -> Programmeinstellungen“ zwischen den beiden Technologien umschalten.

Interaktivität (ab m.objects live)
- Visuelles Feedback: Interaktive Bildfelder (Schaltflächen) können nun ein visuelles Feedback liefern, wenn der Mauszeiger darüber positioniert ist bzw. wenn diese angeklickt oder auf einem Touch Panel berührt werden. Dafür können wahlweise die Effekte "Schatten/Schein", "Passepartout" und "Bild-/Videoverarbeitung" eingesetzt werden. Befindet sich der Mauszeiger über dem sensitiven Bereich eines so gestalteten Bildfeldes bzw. wird dieses angeklickt oder berührt (Touch-Panel), so wird die in diesem Effekte definierte Veränderung derart verstärkt, dass der Anwender unmittelbar eine visuelle Rückmeldung über die geplante oder ausgelöste Aktion erhält.

- Neue Steuerfunktionen
Um die Möglichkeiten interaktiver Präsentationen zu erweitern (auch zur Weitergabe mittels EXE-Dateien), wirkungsvollere Menüs zu erstellen und auch z.B. auf einem Touch-Panel ohne Nutzung von Kontextmenüs den Ablauf der Präsentation weitgehend steuern zu können, wurden für interaktive Bildfelder folgenden neue Steuerfunktionen integriert:
- Bild vor/zurück
- 10s vor/zurück
- Index vor/zurück
- Playlist vor/zurück
- Wartemarke vor / zurück
- Pause/Play
- Fortsetzen
- Beenden

Mittels dieser Funktionen ist es auch möglich, eine individuelle Steuerleiste zu definieren und fest in die Präsentation zu integrieren, so dass der Betrachter später die Wiedergabe unterbrechen/fortsetzen und Teile der Präsentation wiederholen oder überspringen kann.

- Interaktiver Zoom
Interaktive Bildfelder können statt der Übernahme einer Steuerungsfunktion auch mit einem Live-Zoomfaktor hinterlegt werden. Dadurch kann der Betrachter später per Mausklick bzw. durch Berührung des Bildschirms das entsprechende Bild weich animiert vergrößern, um z.B. kleine Schriften oder Bilddetails besser erkennbar zu machen. Die Vergrößerung erfolgt zentriert zu der Position des Bildes, die der Betrachter angewählt hat, er kann jedoch im vergrößerten Modus den Bildausschnitt nachträglich verschieben. Ein erneuter Mausklick oder erneute Berührung verkleinern das Bild wieder und bringen es auf die ursprüngliche Position.
Für die Funktion ist es unerheblich, ob sich m.objects bzw. die EXE-Datei im Pause- oder Wiedergabemodus befindet oder gerade auf einer Wartemarke verweilt.

Bildbewertungsmodus (ab m.objects creative)
Ein neuer Modus zur Bildbewertung steht zur Verfügung. Damit können sowohl einzelne Personen als auch Gruppen von bis zu 10 Juroren gemeinsam eine große Anzahl von Bildern betrachten und nach verschiedenen Verfahren bewerten.

Die wesentlichen Vorteile der Verwendung von m.objects gegenüber herkömmlichen Lösungen sind:
- keine Programminteraktionen (z.B. Mausklicks) während eines Bewertungslaufes erforderlich
- Verwaltung separater Eingabegeräte für jeden Juror (Tastaturen/Fernbedienung)
- Selektionsdurchlauf (+/-), differenzierte Bewertung (0..9) und Diskussionsmodus wahlweise einzeln oder hintereinander durchführbar
- hohe Darstellungsqualität, bei Bedarf auch oberhalb von UHD / 4K
- Vollbildausgabe auf beliebigen angeschlossenen Ausgabegeräten
- verzögerungsfreier Durchlauf auch bei einer sehr großen Zahl von Bildern (z.B. Wettbewerb)
- äußerst stabile Softwareumgebung mit automatischer Datensicherung
- Bewertungsläufe sind vollständig dokumentierbar
- automatische Auswertung und Statistik

Neuerungen in v7.5 gegenüber v7.1

Eignung für kleine sowie für besonders hoch auflösende Bildschirme
Eine optimale Schärfe der Darstellung lässt sich nur erzielen, wenn die volle (native) Auflösung des Bildschirms bzw. Projektors genutzt wird. Bei besonders hoch auflösenden Ausgabegeräten jedoch brachte das bislang mitunter eine sehr kleine Darstellung der Elemente der m.objects-Arbeitsoberfläche mit sich. Ab v7.5 ist m.objects vollständig skalierbar, ohne die Schärfe der Ausgabe zu beeinträchtigen. Dabei skaliert die Oberfläche per Vorgabe auf den Wert, den Sie im Betriebssystem für die Schriftskalierung vorgewählt haben (bzw. die das System dafür vorgeschlagen hat). Sie können jedoch zusätzlich über einen Schieberegler in den Programmeinstellungen von m.objects manuell den Skalierungsfaktor verändern. So können Sie je nach Bedarf alle Elemente für ein entspanntes Arbeiten oder eine verbesserte Sichtbarkeit für mehrere Betrachter den Skalierungswert erhöhen, oder für eine bessere Übersicht bei naher Position zum Monitor verringern. Alle Bedienelemente des Editors sowie Menüs, Toolbar, Fensterelemente, Formulare und Meldungen werden sofort angepasst. Ein Neustart des Programms ist dafür nicht erforderlich.

Glättung der Wiedergabe von Videoclips mit ungeeigneten Bildraten
Bei der Wiedergabe von Videoclips mit Bildraten (Frameraten, Bilder/s), die sich nicht gleichmäßig auf die Bildrate des Ausgabegerätes verteilen lassen (z.B. 24, 25 oder 50 Bilder/s auf einen 60Hz-Monitor oder Projektor) kommt es zu einem gleichmäßigen, aber mitunter sehr störenden Ruckeln bei der Wiedergabe. Dieser Effekt wird Pull-Down genannt und ist mit herkömmlichen Techniken nicht vermeidbar. m.objects v7.5 verfügt nun über eine besondere Technik zur Glättung der Wiedergabe solch problematischer Videos, die diesen störenden Effekt in den meisten Fällen (bis zu gewissen Bewegungsgeschwindigkeiten) weitgehend unterdrückt. Die Technik wird automatisch nur angewandt, wenn die Bildrate von Video und Ausgabegerät nicht zueinander passt, lässt sich jedoch auch pro Videoclip gezielt unterdrücken.
Sehr wirkungsvoll arbeitet die Technik auch, wenn aus dem Inhalt einer Präsentation, für die bewusst mit 60 Bildern/s gefilmt wurde, später ein Video mit 50 Bildern/s für europäische TV-Geräte exportiert werden soll.

Hardwareunterstützung für Videodecodierung
Bis zu m.objects v7.5 galt die Aussage, dass der überwiegende Teil der Rechenleistung für die Videowiedergabe vom Hauptprozessor des Systems erbracht werden muss, während die Grafikkarte hauptsächlich für Animationen und Echtzeiteffekte in Anspruch genommen wird. Moderne Videoformate (H.264, HEVC) und hohe Auflösungen (UHD, 4K und mehr) verursachen dabei eine erhebliche Prozessorlast, insbesondere bei der gleichzeitigen Wiedergabe mehrerer Videoclips (z.B. auch Kreuzblende). Auf der anderen Seite sind Grafikprozessoren als die mittlerweile komplexeste Komponente moderner Computer gerade bei Operationen wie der Videodecodierung mitunter deutlich leistungsfähiger als der Prozessor. Um diesen Vorteil auszunutzen, kann m.objects die Decodierung moderner Formate (WMV3, VC1, H.264, H.265/HEVC, VP9) vollständig in die Grafikkarte auslagern. Eine ruckelfreie Wiedergabe selbst extrem hoch aufgelöster Videos mit hohen Frameraten und modernen Codierungen ist das Resultat.
Folgendes ist zu beachten:
Auf aktueller Grafikhardware (z.B. NVidia GeForce 960 / 1060, aber auch CPU-integrierter Grafik wie z.B. Intel Iris) bringt die Aktivierung jedoch gravierende Vorteile, die CPU wird fast vollständig entlastet. Für die Verarbeitung von 4K-Video wird Grafikhardware mit mindestens 2GB, besser noch 4GB Videospeicher empfohlen.
Insbesondere ältere Computer und solche mit weniger leistungsfähiger Grafikhardware bzw. wenig Videospeicher können jedoch möglicherweise ein besseres Ergebnis liefern, wenn die Hardwaredecodierung nicht eingeschaltet ist. Testen Sie Ihren Computer gründlich auf dessen Eignung für die hardwaregestützte Videodecodierung. Kommt es zu ruckelnder Darstellung oder Bildfehlern, so sollten Sie die Beschleunigung deaktivieren (siehe Formular „Leinwandeinstellungen“).
Sie können in m.objects die Nutzung der hardwaregestützten Decodierung sogar einzeln pro Video über dessen Eigenschafts-Formular steuern. So kann auch bei mittlerer Leistungsfähigkeit von sowohl CPU als auch Grafikchip oft eine optimale Verteilung der Rechenlast erzielt werden.

Antiflimmer und Anti-Moiré
Die Wiedergabe von hoch aufgelösten Bildern mit scharf konturierten bzw. fein strukturierten Motiven kann – insbesondere in Animationen wie z.B. Kamerafahrten / Ken-Burns-Effekten – zu deutlich sichtbaren Skalierungseffekten wie der Ausprägung unerwünschter geometrischer Muster (Moiré) und Flimmern führen. Durch eine neue Verarbeitungstechnik kann m.objects v7.5 auf ein Minimum reduzieren, ohne dabei auf Schärfe in der Darstellung zu verzichten. Diese Technik ist in allen Anwendungen von Vorteil und daher immer eingeschaltet. Achten Sie bitte darauf, dass im Ausgabegerät (z.B. TV bzw. Projektor) keine Schärfung aktiviert ist, da diese ihrerseits wiederum einen Flimmereffekte hervorrufen kann.
Anmerkung: Wenn die Bildschärfe nicht optimal erscheint, liegt die Ursache in der Regel in fehlerhaften Einstellungen im Programm, dem Treiber der Grafikkarte oder dem Ausgabegerät. Hier sollte unbedingt die Ursache behoben werden, statt ein unscharf dargestelltes Signal unter Verlust von Bildinformationen durch das Ausgabegerät schärfen zu lassen.

Schnellwechsel des Ausgangs für den Ton
In der Regel bietet ein Computer je nach angeschlossener Peripherie mehrere alternative Ausgänge für den Ton. So kann dieser z.B. über interne Lautsprecher wiedergegeben, aus einer Klinkenbuchse per Kabel an den Verstärker geleitet, per USB-Sender übertragen oder per HDMI an ein TV-Gerät ausgegeben werden. Der gewünschte Ausgang für den Sound kann nun in m.objects direkt durch Klick auf eine entsprechendes Symbol im Rahmen der Digital Audio Komponente bestimmt werden. Das funktioniert auch dann, wenn ein Audiogerät erst nach dem Start von m.objects bzw. nach dem Laden der Show angeschlossen wurde. Die Funktion kann sogar während laufender Wiedergabe genutzt werden, wofür diese kurz zur Initialisierung des gewählten Ausganges unterbrochen und dann automatisch fortgeführt wird.
In diesem Zusammenhang routet m.objects den Ton von nicht nachvertonten Videos und auf „asynchron“ eingestellten Tonsamples nun ebenfalls an die gewählte Karte, statt diesen wie bisher auf dem mittels Systemsteuerung als Standard gewählten Ausgang auszugeben.
Selbstverständlich ist es nach wie vor möglich, über die gezielte Treiberzuordnung Mehrkanalton auszugeben, im unteren Rahmen der Komponente Digital Audio erscheint dann der Text „verschiedene Tonausgänge“, wo nun sonst die Bezeichnung des gewählten Ausgangs sichtbar ist.

Neuer Spezialeffekt „Spiegelung“ (ab m.objects live)
Zu den Dynamik-Spezialeffekten Unschärfe, Passepartout, Schatten/Schein, Bild-/Videoverarbeitung kommt mit m.objects v7.5 ein weiterer hinzu. Mit diesem lassen sich auf einfachste Weise Spiegelungen von Objekten (Bild, Video, Text) erzeugen, die auch bei Bewegungen wie z.B. 3D-Animationen exakt perspektivrichtig folgen. Wahlweise lässt sich die Spiegelung separat unscharf zeichnen oder mit anderen Spezialeffekten bearbeiten, um ein besonders realistisches Erscheinungsbild zu erzeugen.

Indexmarken mit Echtzeit-Trigger (ab m.objects ultimate bzw. Modul Remote-In)
Für Indexmarken kann nun eine Echtzeitvorgabe (Uhrzeitund/oder Wochentag bzw. Datum) eingestellt werden. Wenn diese im Vorgabe im Modus „Pause“ oder „Wiedergabe“ erreicht wird, springt der Locator automatisch zu der betreffenden Indexmarke. Auch wiederkehrende Trigger (minütlich, stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich) lassen sich damit einrichten, um in Installationen bestimmte Teile einer Präsentation zu bestimmten Uhrzeiten automatisch wiederzugeben.

Vereinfachte Einstellung von Dynamikobjekten
m.objects v7.5 kann nun automatisch bei Erstellung eines neuen Dynamikobjektes (z.B. Herunterziehen des Zoom-Werkzeuges) dessen Einstellungsformular öffnen. Das ist je nach Arbeitsweise sehr praktisch, da dieses in den meisten Fällen ohnehin zunächst benötigt wird. Diese Funktion kann jedoch auch in den Programmeinstellungen deaktiviert werden. Bei geöffnetem Formular eines Dynamikobjektes können zudem dessen wichtigste Werte statt über die orangefarbenen Pfeil-Controls auch alternativ mittels Mausrad eingestellt werden. Zur Umschaltung des jeweils beeinflussten Wertes dienen die Sondertasten Shift und Strg (Ctrl). Für die Feinjustage – analog zur rechten Maustaste im Pfeil-Control – dient die Alt-Taste.

Supportmodul direkt in Menü integriert
Für Ihre AV-Software m.objects sind Sie einen guten Support gewöhnt. Dazu gehört auch, dass innerhalb des Service-Zeitraumes (Zeitraum für Gratis-Updates, siehe Formular „Einstellungen / Freischaltung“) bei Fragestellungen, die sich nicht einfach durch Handbuch oder telefonische Rückfrage beantworten lassen, kostenlose Ferndiagnose bzw. Lösung des Problems per PC-Fernsteuerung (TeamViewer) angeboten wird. Das benötigte Modul hierfür finden Sie nun direkt im Menü „Hilfe“. Eine vorherige Abstimmung des Zeitpunktes für die Fernsteuerungs-Unterstützung sollte natürlich telefonisch oder per Mail erfolgen.

Einfache Suche und Download von Updates
Über den Menüpunkt „Hilfe -> nach Updates suchen“ kann nun mit einem Mausklick nach Updates für die aktuell installierte Version gesucht werden. Dabei werden die installierte und die verfügbare Version angezeigt, und es wird ausgewiesen, ob es sich um ein kostenloses Update innerhalb Ihres Service-Zeitraumes handelt. Weiter besteht eine direkte Möglichkeit zur Anzeige der Änderungen sowie zur Durchführung des Updates. Für mögliche kostenpflichtige Updates wird ein direkter Link zum Online-Shop angeboten. Die Updateprüfung kann wahlweise automatisch oder nur manuell erfolgen.
In keinem Falle führt m.objects Updates selbsttätig durch, es weist lediglich ggf. auf deren Verfügbarkeit hin!