m.objects X-2025 (Build 2711)

Hinweis zu Updates

Das Update auf m.objects X-2025 ist kostenlos, wenn der im Formular „Einstellungen → Freischaltung“ angezeigte Servicezeitraum bis mindestens 09/2025 reicht. War der Servicezeitraum bereits vor 08/2025 beendet, so können Sie dieses Update zusammen mit einer Erneuerung des Service um weitere 12 Monate bei Ihrem AV-Fachhändler oder direkt bei m.objects erwerben.

Wie Sie es von allen vorherigen Updates der Software m.objects gewohnt sind, kann auch diese Ausgabe alle vorhandenen m.objects-Präsentationen zur weiteren Bearbeitung und Wiedergabe laden und in allen wesentlichen Funktionen ebenso wie vorherige Versionen bedient werden.
m.objects X-2025 bringt jedoch eine Reihe neuer Möglichkeiten mit sich. Um diese effektiv nutzen zu können, ist das Lesen zumindest der ersten Absätze empfohlen. Oftmals wird es ausreichen, die jeweils erste Überschrift und die Unterüberschrift zu lesen, da die grundlegende Bedienung stets den selben Prinzipien folgt. Detaillierte Erläuterungen zu Hintergründen und Anwendung finden sich jeweils darunter.

Alle Neuerungen sind gleichermaßen im Betrieb unter macOS wie auch unter Windows verfügbar.

Wichtiger Hinweis für Anwender von Apple-Computern: Das Update kann grundsätzlich wie gewohnt direkt aus m.objects heraus erfolgen. Sollte jedoch macOS 11 („Big Sur“) oder höher zum Einsatz kommen und die im Programm unter „Hilfe → über m.objects“ angeziegte Version von WineHQ kleiner als 9.15 sein, empfiehlt es sich, das komplette App-Package für m.objects erneut herunterzuladen. Der Download des Paketes „m.objects X-2025.app.zip“ für macOS erfolgt nach den Anweisungen auf https://www.mobjects.com/downloadcenter. Spätere Updates können dann wieder aus dem Programm heraus vorgenommen werden.

Auf Windows-Computern erfolgt das Update stets automatisch in Form eines vollständigen Setups.

Neuerungen in X-2025 (gegenüber X-2024)



Architektur

Effekt „Umblättern“

Export als Präsentationsdatei

Live-Mitschnitt mit „Live2Story“

Assistent zur Videokonvertierung

Weitere Neuerungen



Architektur

m.objects nutzt nun durchgängig 64-Bit Architektur

Während ältere m.objects-Versionen nur Teilaufgaben als 64-Bit-Prozesse realisiert haben, ist
m.objects X-2025 nun ausschließlich als durchgängige 64-Bit Anwendung verfügbar.

Die konsequente Umsetzung als 64-Bit Software bringt erhebliche Steigerungen der Renderleistung mit sich. Da immer höher aufgelöste und komplexer codierte Medien wie Fotos, Videos und Ton zu verarbeiten sind, macht sich diese Änderung im Bezug auf die optimale Nutzung der Ressourcen moderner Computer bezahlt. m.objects nutzt dabei jedoch nach wie vor die bewährten hoch optimierten Algorithmen, die es schon zuvor zu einem der performantesten Produkte seiner Art gemacht haben. Die nun zusätzlich mobilisierte Leistung kommt daher vollständig beim Anwender des Programms an.

Einschränkungen gegenüber früheren Versionen

Neben der Einführung zahlreicher Verbesserungen bringt m.objects X-2025 auch den Wegfall weniger Funktionen früherer Programmversionen mit sich, die nur in Ausnahmefällen von Bedeutung sein dürften. Sie betreffen Live-Video, Videoexport und den CD-Ripper.

Die Funktion „Live Video“, die Bestandteil von m.objects ultimate ist, ist in Ausgabe Build 2703 von
m.objects X-2025 noch nicht enthalten. Sie wird in einem der kommenden Minor-Updates nachgerüstet. Sollten Sie also die Zuspielung von Live-Inhalten z.B. von Webcams in Ihren Vorträgen und Installationen nutzen, warten Sie mit dem Update bitte auf die Ankündigung dieser Funktion.

Betrifft Windows: Der Videoexport in den veralteten Formaten „WMV3“ und MPEG-2“ ist nun auch unter Windows nicht mehr verfügbar. Diese Formate werden von aktuellen Wiedergabegeräten oftmals nicht mehr unterstützt und sind technisch stark überholt, da sie eine im Vergleich zu den modernen und etablierten Verfahren wie H.264/H.265 minderwertige Bildqualität bei relativ großen Dateien liefern. Selbstverständlich können Videoclips dieser Formate nach wie vor von m.objects gelesen und präsentiert werden. Der Windows-spezifische Export von AVI-Containern ist ebenfalls entfallen. Allerdings wird der Export in den Formaten H.264/H.265 (HEVC) in Kürze zusätzliche Kompressionsformate und um die Möglichkeit erweitert, einen AVI-Container zu generieren.

Betrifft Windows: Für den vormals integrierten CD-Ripper gibt es keine sinnvolle Entsprechung in 64-Bit-Architektur. Auf der Mehrzahl aktueller Computer ist ein CD- oder DVD-Laufwerk auch längst nicht mehr verfügbar. Während macOS-Anwender Tracks von Audio-CDs einfach per Drag&Drop auf Ihren Datenträger kopieren können, ist unter Windows dazu ein 32-Bit-Programm erforderlich. Als kostenlose Alternativen dafür seien hier CDEx, VLC Media Player oder Windows Media Player (Legacy) genannt.

Effekt „Umblättern“

Ein neuer Übergangs- und Animationseffekt steht zur Verfügung, der eine realistische Darstellung des Umblätterns einer Seite erzeugt.

Der Effekt „Umblättern“ kann als isolierter Effekt für einzelne Elemente wie z.B. Schrifttafeln und Bild-im-Bild-Montagen oder auch als Übergangseffekt eingesetzt werden.

Zugang zu dem Effekt, der als Funktion des sog. QuickBlending bereitsteht, ist über zwei Wege sinnvoll möglich: Nach Doppelklick auf das gewünschte Medium auf der Timeline kann der Schalter „Blende einstellen“ verwendet werden, um dort als Blendentyp „Umblättern“ auszuwählen. Alternativ kann der Effekt per Drag&Drop aus dem Werkzeugfenster auf die gewünschte Ein- oder (bevorzugt) Ausblendung gezogen werden. Die Echtzeitvorschau zeigt die Wirkung unmittelbar.
Die genaue Ausprägung des Effekts ist in einigen Parametern variierbar. Sol lässt sich wie bei allen QuickBlending-Effekten einstellen, ob er nur während der Einblendphase, nur beim Ausblenden oder in beiden Fällen wirksam ist. Der Radius der Biegung der Seite ist ebenso wählbar wie der Startwinkel und damit die Seite, an der das animierte Blatt gegriffen und auf die andere Seite umgeschlagen wird. Für den Endwinkel der Animation besteht die Möglichkeit, diesen frei festzulegen oder einen Bindungsmodus zu wählen, wodurch der Endwinkel wie bei einer Buchseite am Ende dadurch festgelegt ist, dass das Blatt an der Bindungsseite fixiert ist. Für die Rückseite kann eine Einfärbung mit wählbarer Deckkraft definiert werden. Es ist außerdem möglich, den Bereich der Blendphase des Objekts festzulegen, der für die echte Auf-/Abblendung des Inhalts wirksam ist. Der Bereich der Kurve, in dem die eigentliche Animation erfolgt, ist unabhängig davon ebenfalls einstellbar.

Anwendungsbeispiele:

Einfaches Umblättern eines vollflächig dargestellten Fotos oder Videos nach links
Ziehen Sie die Blende „Umblättern“ aus dem Werkzeugfenster auf die gewünschte Abblendung einer Kurve auf der Timeline. Achten Sie darauf, dass das mit dieser Blende versehen Bild auf einer Bildspur oberhalb des Hintergrundes bzw. Folgebildes liegt, denn dieses soll ja zunächst noch verdeckt bleiben. Stellen Sie die Parameter für Radius und Winkel nach Wunsch ein. Wählen Sie für den Endwinkel den Bindungsmodus „frei“, wenn Sie vermeiden möchten, dass sich der Winkel gegen Ende automatisch dem linken Bildrand angleicht.

Abreißen von Kalenderblättern
Legen Sie einen Stapel von Bildern im überlappenden Modus untereinander und positionieren Sie diese identisch, z.B. durch Kopieren der Bildfeld- und ggf. der Zoomeinstellungen. Blenden Sie diese Bilder zeitlich gegeneinander versetzt aus, das unterste zuletzt. Selektieren Sie alle diese Bilder (z.B. per „Lasso“) und Öffnen Sie die Eigenschaften des obersten davon. Klicken Sie auf „Blende einstellen“, und wählen Sie aus der Liste „Blendentyp“ den Effekt „Umblättern“. Unter „Blende anwenden auf“ aktivieren Sie „nur Ausblendung“. Stellen Sie die Ausprägung des Effekts nach Vorschau ein, dabei ist hier der Endwinkel-Modus „frei“ sinnvoll. Schließen Sie die geöffneten Formulare mit OK und bestätigen Sie die folgende Rückfrage mit „auf alle anwenden“, damit alle untereinanderliegenden Bilder zunächst den selben Animationseffekt erhalten.

Umblättern eines Buches
Hier ist eine komplexere Vorgehensweise erforderlich. Wichtige Hinweise dazu: Um Vorder- und Rückseite eines Blattes mit unterschiedlichen Inhalten zu versehen, ist jeweils eine Bildspur zu verwenden. In den Eigenschaften des jeweiligen Mediums muss dann unter „Anzeige 3D“ für das obere davon die Einstellung „nur Rückseite“ gewählt werden, das untere dagegen erhält die Einstellung „nur Vorderseite“. Für solche Anwendungsfälle werden in Kürze entsprechende Videotrainings bereitgestellt.

Hinweis: Experimentieren Sie mit diesem Effekt auch bei Bildern, die in deutlich verkleinerten Bildfeldern und auf der rechten Seite der Leinwand stehen und verwenden Sie zugleich 3D-Animation, um die räumliche Wirkung zu erkennen und reizvolle Effekte zu kreieren. Per Schalter „...umkehren“ in den Effekteinstellungen können Sie festlegen, ob die umzublätternde Seite auch beim gegenläufigen Blättern (Einblendung) zunächst an der Ecke gegriffen und diese nach oben gebogen wird.

Export als Präsentationsdatei

Der Export einer Präsentation als kompakte Datei, die auch ohne m.objects-Installation auf beliebigen Windows-PCs wiedergeben werden kann, wurde stark aufgewertet.

Export nun unabhängig von enthaltenen Videoformaten immer kompakt möglich

Gegenüber älteren Programmversionen, die für den Export von Präsentationsdateien mit moderneren Videoformaten ein Verzeichnis mit den separaten Videoclips und zusätzlich einigen Hilfsdateien erzeugen mussten, kann m.objects X-2025 nun alles, was benötigt wird, in eine oder wahlweise zwei kompakte Dateien exportieren. Das hat natürlich Vorteile im Bezug auf die Handhabung und Weitergabe. Es schützt aber auch zugleich die Bestandteile Ihrer Präsentation effektiv, zumal die einzelnen Medien nun für den Empfänger einer solchen Datei codiert sind und nicht mehr separat ausgelesen werden können.

Im Exportformular lässt sich bereits vorwählen, ob der Export als einzelne ausführbare Datei erfolgen soll, oder ob m.objects eine Exportdatei generieren (.mox) und einen kleinen, kompakten daneben ablegen soll. In diesem zweiten Modus erstellt m.objects beim Export bereits automatisch ein gleichnamiges Unterverzeichnis. Wird der Export hingegen in Form einer kompakten Datei gewählt, sind Player und Medien in einer Datei enthalten. Da Windows grundsätzlich nicht den Start von Dateien von mehr als 4GB Größe erlaubt, erkennt m.objects in diesem Modus während der Erstellung, ob diese Grenze überschritten wird, und stellt ggf. wiederum eine .mox-Datei und den separaten Player bereit. Für die .mox-Datei, die alle Medien und die Verarbeitungsvorschrift (also das Script der Show) enthält, gelten keine Größenbeschränkungen.

Der Export als .mox-Datei mit Player hat übrigens den Vorteil, dass der erstmalige Start davon deutlich schneller erfolgt, da Windows und/oder Antivirenprogramme nicht zunächst eine sehr große ausführbare Datei auf mögliche enthaltenen Bedrohung untersuchen muss.

Nutzung eines Players für verschiedene Exporte

Für die ggf. exportierte separate Player-Datei (also die .exe-Datei neben der .mox-Datei) gilt: Es handelt sich um einen universellen Player für .mox-Dateien, der praktischerweise zunächst den Namen der exportierten Präsentation erhält. Sie können diesen wahlweise auch beliebig umbenennen, wenn Sie mehrere verschiedene .mox-Dateien mit dem selben Player wiedergeben möchten. Ziehen Sie dann eine beliebige .mox-Datei auf den Player, um deren Wiedergabe zu starten.

Export auch unter macOS möglich, jedoch nur für Windows Zielsysteme

Der Export solcher Präsentationsdateien kann uneingeschränkt auch unter macOS durchgeführt werden, deren Wiedergabe ist jedoch nur unter Windows ohne weiteres möglich. Eine Lösung für die Wiedergabe unter macOS ist in Planung.

Live-Mitschnitt mit „Live2Story“

Raffinierte Funktion für Audiomitschnitt während der Wiedergabe

Hier lesen Sie ein Einführung in die neue Funktion Live2Story. Manche Anwender mögen es bevorzugen, die Leistungsfähigkeit dieser Funktion intuitiv zu ergründen. Das Lesen des folgenden ausführlichen Textes und das systematische Nachvollziehen der beschriebenen Schritte kann jedoch sehr helfen, schnell und maximal von Live2Story profitieren zu können. Wenn Sie Live2Story zunächst nicht nutzen möchten, können Sie m.objects selbstverständlich nach wie vor und ohne Einschränkung in der klassischen Weise verwenden.

Während der laufenden Wiedergabe ist m.objects X-2025 in der Lage, eine Tonaufzeichnung von einer externen Quelle wie z.B. einem Mikrofon zu machen, um diese Aufnahmen dann automatisch in die Show zu integrieren. Diese von uns Live2Story genannte Funktion kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Die verschiedenen Betriebsmodi können mit nur einem Mausklick umgeschaltet werden, die Schaltfläche dazu befindet sich ganz links im Zeitlineal.

Klassischer Betriebsmodus „Live“

Im Normalmodus mit der Beschriftung „Live“ auf gelbem Hintergrund verhält sich m.objects exakt so wie alle vorhergehenden Versionen: Die Wiedergabe läuft automatisch in Echtzeit und hält an Wartemarken an. Dort wartet der Locator auf Ihr Signal per Tastatur oder Fernbedienung und setzt dann die Wiedergabe fort. Wenn Sie m.objects in der klassischen Art und Weise nutzen wollen, brauchen Sie hier nichts weiter zu tun.

Aufzeichnungsmodus „Rec“

Mit einem Klick auf diese Schaltfläche wechselt dessen Beschriftung auf „Rec“ auf rotem Grund, und das Formular für die Tonaufnahme öffnet sich. Positionieren Sie es beliebig auf dem Bildschirm. Wählen Sie unter „Signalquelle“ das angeschlossene Mikrofon und stellen Sie bei einer Sprechprobe die Aufnahmeempfindlichkeit so ein, dass das Anzeigeinstrument reichlich in den gelben Bereich, aber auch an lauten Stellen keinesfalls an das obere Ende des roten Bereiches ausschlägt. Unter „Start“ sollte der Modus „autom. Start bei -xx db“ gewählt werden, wobei xx für den Schwellwert steht, den Sie am horizontalen Schieberegler unterhalb einstellen können. Rechts daneben gibt es eine Farbfläche als Indikator für das Erreichen des eingestellten Pegels. Diese sollte immer schwarz bleiben, solange Sie noch nicht sprechen, beim leiseren Sprechen aber bereits überwiegend hellviolette Farbe zeigen. Damit haben Sie die Automatik für die Tonaufzeichnung justiert. Die gewählten Einstellungen merkt sich m.objects, damit Sie diese später für Aufnahmen mit der selben Ausrüstung nicht erneut justieren müssen.

Sie können nun an einer beliebigen Stelle Ihrer Show beginnen, indem Sie auf den Schalter „Aufzeichnung starten“ klicken. Während Sie Ihre Bilder und Videos auf der Leinwand sehen, können Sie jederzeit zu Kommentieren beginnen. Durch Überschreiten des voreingestellten Schwellwertes beginnt automatisch der Mitschnitt, und die jeweilige Teil-Aufnahme endet, wenn dieser Wert für eine gewisse Zeitdauer durchgehend unterschritten wurde.

So werden während des Ablaufes Ihres Vortrages automatisch eine oder mehrere Tonaufnahmen erstellt. Klicken Sie auf „Aufzeichnung beenden“, um die Wiedergabe zu stoppen, woraufhin alle erstellten Aufnahmen genau an den Positionen der Timeline platziert werden, an denen Sie gestartet wurden. Durch die Darstellung der Hüllkurve als Umrandung lassen sich die Live-Aufzeichnungen leicht von anderen Tonpassagen Ihrer Präsentation unterscheiden.

Automatik-Modus „Auto“

m.objects hat nun automatisch in den Modus „Auto“ (grüne Schaltfläche) gewechselt. In diesem Modus erfolgt die Wiedergabe nun inklusive aller Live-Aufzeichnungen. Je nachdem, ob zuvor im Aufnahmeformular die Option „Absenkung der Lautstärke anderer Tonspuren (Ducking)“ aktiviert war, senken Ihre Live-Mitschnitte automatisch den Pegel anderer parallel abgelegter Tonpassagen ab.

Auf diese Weise können Sie bereits einfach und intuitiv das Geschehen auf der Leinwand kommentieren und erhalten eine komplett mit Sprache hinterlegte Show. Sie können diesen Prozess jederzeit und an beliebigen Stellen innerhalb Ihrer Show starten und beenden. Auch in bereits auf diese Weise unterlegten Passagen können Sie spontan erneut kommentieren. Neue Kommentare werden an den entsprechenden Stellen automatisch eingefügt, dort bereits bestehende ersetzt (Punch In / Punch Out), ohne die Timeline davor oder dahinter zu verändern. Diese Nutzung von Live2Story ist bereits mit m.objects basic sinnvoll möglich.

Live2Story mit Wartemarken

Richtig raffiniert wird es, wenn Sie im Vorfeld Bilder mit Wartemarken versehen haben, wofür sich die Verwendung des Assistenten „Wartemarken einfügen und Timing anpassen“ empfiehlt (ab m.objects live). Starten Sie den oben beschriebenen Vorgang nun durch Schalten in den Rec-Modus und Klicken auf „Aufzeichnung starten“. Nun kommentieren Sie beliebig ausführlich an den gewünschten Stellen und schalten genau zu ihrer Geschichte passend von Bild zu Bild weiter. Sie können übrigens auch wahlweise spontan mittels der Pause-Taste anhalten, um ein Bild oder eine Szene eines Videos ausführlicher zu kommentieren, in dem zuvor keine Wartemarke stand.

Wenn Sie die Aufzeichnung nun über „Aufzeichnung beenden“ stoppen, setzt m.objects nicht nur alle eingesprochenen Kommentare an den passenden Stellen automatisch ein, sondern schaltet diese zudem in den asynchronen Wiedergabemodus, da deren Wiedergabe ja an Wartemarken nicht gestoppt werden soll – schließlich haben Sie ja an diesen Wartemarken ebenfalls weiter gesprochen. Außerdem sind alle Wartemarken mit einer Zeitdauer markiert, die anzeigt, nach wie vielen Sekunden Sie an dieser Stelle weitergeschaltet haben. An spontan pausierten Stellen setzt m.objects selbsttätig Wartemarken mit der entsprechenden Wartedauer ein. Geben Sie diese Sequenz nun in der Einstellung „Auto“ wieder, so erleben Sie Ihren Vortrag exakt so, wie Sie ihn gerade live gehalten haben. Schalten Sie zurück in den Modus „live“, läuft der Vortrag wieder im Standard-Modus ab: Die zuvor erstellten und an der umrandeten Hüllkurve erkennbaren Live-Aufnahmen bleiben stumm, und an Wartemarken wartet das System wie gewohnt auf Ihren Befehl zum Fortsetzen. So können Sie leicht eine fertig kommentierte Version Ihres Vortrages erstellen und sogar zwischen der Wiedergabe als Live-Vortrag oder als vorvertonte Version umschalten.

Vollvertonte Version eines Live-Vortrages exportieren

Wenn Sie diese Funktion genutzt haben, um eine fertig kommentierte Version Ihres normalerweise Live gehaltenen Vortrages zu erstellen, können Sie daraus nun auch leicht ein Video erstellen, um den Vortrag – oder einen beliebigen Teil davon – weiterzugeben oder auf im Internet online zu stellen. Speichern Sie am besten zuvor die Show unter einem neuen Namen im selben Projektverzeichnis. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste in den leeren Bereich des Zeitlineals und wählen Sie aus dem Kontextmenü „Wartemarken auflösen (gesamte Show)“. Daraufhin wandelt m.objects Ihren Live-Vortrag mit Wartemarken in eine fest definierte Timeline, die an den ehemaligen Wartepositionen genau passend zu Ihren aufgezeichneten Wartezeiten gestreckt ist. Nun generieren Sie Ihr Video im Live2Story-Modus „Auto“.

Sie können diese Funktion auch hervorragend nutzen, um einen Live-Vortrag, den Sie später tatsächlich auch Live halten möchten, einzustudieren und zu üben. Speichern Sie verschiedene mit Live2Story aufgezeichnete Versionen zum späteren Vergleich und zur Optimierung, und nutzen Sie die Funktion „Wartemarken auflösen“, um die reale Vortragsdauer inklusive Live-Kommentare zu vergleichen.

Tipps für die Verwendung von Live2Story

Wenn die Funktion nicht nur zur Vortragsentwicklung genutzt wird, sondern die Aufzeichnung später zur Präsentation verwendet oder veröffentlicht werden soll, ist die Aufnahmequalität von Bedeutung. Einerseits steht eine sehr ruhige und akustisch neutrale Umgebung für die Aufnahme oft nicht zur Verfügung, andererseits ist zu vermeiden, dass Musik und O-Töne eines teilweise bereits vertonten Vortrages vom Mikrofon mit aufgezeichnet werden. Der Einsatz eines geeigneten Headsets ist daher zu empfehlen. Gaming-Headsets mit geschlossenem Kopfhörer und hochwertigem Noise Cancelling Mikrofon haben sich hier bewährt und eignen sich mitunter gut dazu, veröffentlichungsreife Mitschnitte selbst in der Umgebung von Notebooks zu generieren, deren Lüftergeräusche hörbar sind.

Zum Weiterschalten an Wartemarken ist die Betätigung der Leertaste der meist deutlich hörbaren Geräusche wegen während der Audioaufzeichnung kritisch. Wenn Sie über keine leise arbeitende Fernbedienung verfügen, nutzen Sie eine spezielle Mausgeste, die nur während der Live2Story-Aufzeichnung aktiv ist: Bewegen Sie die Maus kurz hin und her, um Wartemarken auszulösen.

Speichern die verschiedenen Versionen Ihrer Shows jeweils im selben Verzeichnis unter aussagekräftigen Namen oder mit Datum in der Form „.._2025-10-01.mos“ im Dateinamen ab, um jederzeit auf verschiedene Stände der Arbeit zurückgreifen, diese vergleichen oder mit gelungenen Teilen einer Version die weniger gut geglückte Passage einer anderen ersetzen zu können. Im Vergleich zu den Mediendateien ist der Speicherbedarf einer zusätzlichen Show-Datei vernachlässigbar.

Nutzen Sie die Rückgängig-Funktion auch, um fehlgeschlagene Versuche eines Live-Mitschnittes zurückzunehmen und neu anzusetzen.

Assistent zur Videokonvertierung

Eine neue Assistenten-Funktion kann automatisch eine Auswahl oder alle auf der Timeline verwendeten Videos in geeignete Formate konvertieren

Oftmals liefern aktuelle Kameras hochauflösende und komplex codierte Video-Dateiformate, deren (insbesondere gemischter oder überlappender) Einsatz in einer AV-Software unangemessen viel Leistung erfordert, oder die schlicht für den Anwendungsfall nicht vorteilhaft sind und dabei viel Speicherplatz benötigen. Insbesondere für die Wiedergabe auf weniger leistungsstarker Hardware oder für die Weitergabe als kompakte Präsentationsdatei (s.o.) kann es daher sinnvoll sein, diese kritischen Videodateien – und nur diese – automatisiert in solche mit einer geringeren Auflösung, weniger komplexen Codierung oder geringeren Framerate umzuwandeln.

Das kann mit m.objects X-2025 nun automatisiert erfolgen. Wählen Sie dafür die zu konvertierenden Videoclips auf der Timeline aus. Ohne vorherige Auswahl behandelt der Assistent alle verwendeten Videoclips. Rufen Sie über das Menü „Bearbeiten“ den Assistenten „Video stabilisieren / umkehren / konvertieren“ auf und aktivieren Sie den Modus „Video umwandeln“. Es ist meist sinnvoll die Option „nur auf der Timeline verwendeten Ausschnitt“ zu aktivieren, wenn nicht zuvor bereits ein Trimming mittels des entsprechenden Assistenten durchgeführt wurde.

Nach Klick auf OK öffnet sich das Formular für die gewünschten Video-Parameter. Unter Bildrate ist bei nur einem gewählten Video bereits dessen Bildrate in Bildern/s vorgegeben, sind mehrere Videos gewählt, steht dort „beibehalten“. In den meisten Fällen sollte diese Einstellung nicht verändert werden, da Sie bei ungünstiger Wahl des Wertes bereits ein Ruckeln fest in das Video einrechnen und die Glättungsfunktion (Frame-Blending) von m.objects dann nicht mehr wirken kann. Für die Auflösung können Sie eine in Ihrem Anwendungsszenario sinnvolle Vorgabe machen. Wird ein Vortrag - oder eine bestimmte Version davon - lediglich in Full-HD-Auflösung präsentiert, können Sie dort z.B. 1920 x 1080 vorgeben. Soll die Wiedergabe auf etwas weniger leistungsstarker Computerhardware erfolgen, stellen Sie die Codierung auf H.264 ein.

Weiter unten wählen Sie die gewünschte Konvertierungsqualität aus. Achtung: zu hohe Einstellungen insbesondere im Modus VBR (also qualitätsbasiertes Encoding) können zu extrem großen Dateien führen, hier ist eine Einstellung von 80% für die meisten Präsentations-Szenarien oft ausreichend. Wenn Sie unsicher sind, führen Sie zunächst einen Test mit einer einzelnen Videodatei durch.

Nach Bestätigung per OK betrachtet m.objects nun eines der gewählten Videos nach dem anderen. Nur solche davon werden konvertiert, die die gewählte Auflösung in horizontaler oder vertikaler Richtung überschreiten oder die nicht im gewählten Kompressionsformat vorliegen. Gegebenenfalls erfolgt eine Rückfrage, ob auch Videos konvertiert werden sollen, die bereits den gewählten Einstellungen entsprechen. Diese sollte nur in Sonderfällen zur Konvertierung von fehlerhaften Videodateien oder zur gezielten Reduktion der Dateigröße (und damit der Qualität) mit „Ja“ beantwortet werden.

Weitere Neuerungen

Mehr als 100 weitere Veränderungen, Verbesserungen und Fehlerkorrekturen

Eine Vielzahl weiterer kleiner Verbesserungen sind hier nicht gesondert dokumentiert, da sie keine Auswirkung auf den Umgang mit m.objects haben und lediglich Fehler beheben, die Anwendung konsequenter gestalten oder die Leistung verbessern. Zwei davon sind jedoch für die Arbeit von Belang:

Auswahl von Vorderseite und Rückseite für das Rendering

Für Medien, die mit 3D-Animationsfunktionen wie „Umblättern“ oder „3D-Animation“ versehen sind, kann nun in den Medieneigenschaften eingestellt werden, ob beide Seiten, nur die Vorderseite oder nur die Rückseite dargestellt werden soll. Das dient dazu Szenen zu kreieren, in denen animierte Objekte auf der Vorder- und Rückseite unterschiedliche Inhalte zu haben scheinen, wie z.B. ein beidseitig unterschiedlich bedrucktes Blatt. Durch die Beschränkung der Darstellung auf die Vorderseite lassen sich auch deutlich einfacher als zuvor Szenen wie rotierende Würfel realisieren, bei denen zuvor die Reihenfolge der Bildspuren geschickt variiert werden musste.

Speicherort der Einstellungsdateien unabhängig von Installation

Einstellungsdateien wie die für Tastatur/Fernbedienung, Hilfslinien, Toneffekte, Show-Templates (Konfigurationen), Fenster-Layouts und andere werden nun in einem allgemein zugänglichen Verzeichnis gespeichert, das über „Einstellungen → Programmeinstellungen“ bei Bedarf verändert werden kann. Im Regelfalle liegt dieses im allgemeinen „m.objects Daten“ Verzeichnis. Auf diese Weise können diese Einstellungen leicht von einem Computer auf einen anderen übertragen werden.

Neuerungen in X-2024 (gegenüber X-2023)



Bild-/Videoverarbeitung

Audioverarbeitung

Allgemein



Bild-/Videoverarbeitung

Auswertung der Sensorlage (alle Ausbaustufen)

Beim Import von Fotos und Videos berücksichtigt m.objects jetzt die Sensorlage bei der Aufnahme, sodass das manuelle Drehen der Inhalte nicht mehr notwendig ist.

Foto- und Videomaterial aus Smartphones, aber auch Hochformat-Aufnahmen aus moderneren Kameras erschienen in m.objects oftmals gedreht, da diese die Bildinhalte immer in der selben Weise speichern und der Datei lediglich eine Meta-Information über die Sensorlage hinzufügen. Die Defaulteinstellung für die Ausrichtung neu importierten Materials ist nun die automatische Erkennung und Berücksichtigung der Sensorlage. Da jedoch vorhandene Shows, in denen die notwendige Rotation ggf. bereits manuell durchgeführt wurde, unverändert bleiben müssen, wird diese Drehung in bereits in das Leuchtpult oder in die Timeline integriertem Material nicht durchgeführt.

Die Einstellung dafür findet sich im Eigenschaftsformular des Bildes bzw. Videos unter der Option „Drehung“. Die von m.objects beim Import erkannte Sensorlage sehen Sie oben rechts in der Infobox. Steht dort ein „?“, so war der Import bereits einmal mit einer Vorversion vorgenommen worden. Um die korrekte Sensorlage zu erkennen und zu berücksichtigen, können Sie den Schalter „Vorschaubilder neu erzeugen“ im Formular betätigen. Um mehrere oder alle Vorschaudaten einer Schau zu aktualisieren, können Sie alternativ die gewünschten Medien auswählen und „Darstellung/Textur neu berechnen“ aus dem Kontextmenü aufrufen. Die Neuberechnung erfolgt dann im Hintergrund, während Sie weiter arbeiten können.

Bereits in Vorversionen von m.objects importierte Bilder erhalten hier die Einstellung „nicht drehen“, wodurch keine Veränderung gegenüber vorher stattfindet. Neu importierte Medien stellt m.objects X-2024 ff. auf „automatisch nach Sensorlage“ ein. Sie können diese Einstellung nachträglich ändern (ggf. auch bei zahlreichen Bildern zugleich), um z.B. manuell korrigierte Bilder und Videos nun durch m.objects entsprechend behandeln zu lassen und die zuvor manuell durchgeführten Anpassungen der Rotation-/Zoom-/Bildfeldobjekte entfernen zu können. Der Vorteil liegt in der konsistenteren Handhabung von Bildfeldern und Rotationsobjekten, da diese dann natürlich und nicht gedreht agieren.

Hilfslinien-Assistent (alle Ausbaustufen)

Das Leinwandmodul verfügt nun über die Möglichkeit, mit wenigen Mausklicks Hilfslinien z.B. im Goldenen Schnitt oder als Matrix einzufügen.

Kontextmenü der Leinwand bietet unter „Hilfslinien“ die neue Funktion „Hilfslinien-Assistent“. Darin finden sich eine Reihe von Presets für die schnelle Einrichtung von Hilfslinien in verschiedenen Konstellationen wie im Goldenen Schnitt, nach der Drittel-Regel oder in anderen Matrix-Anordnungen. Da Bildfelder je nach Einstellung magnetisch an den Hilfslinien einrasten, kann so sehr bequem ein exaktes Screen-Layout erstellt werden. Neben den Presets können aber wie von anderen Assistenten gewohnt auch alle Werte auch manuell eingetragen werden. Da die Eingaben wahlweise in Prozent der Leinwandbreite bzw. –höhe oder als Pixel vorgenommen werden können, lassen sich so leicht Ränder für die Textpositionierung oder Raster mit umgebendem Rand für die Positionierung von Bildinhalten erstellen. Nach Bedarf kann der Assistent bereits vorhandene vertikale und/oder horizontale Hilfslinien beibehalten oder ersetzen. Die Funktion zum Laden und Speichern von Hilfslinien, die im selben Kontextmenü zu finden ist, vereinfacht den Wechsel von vorbereiteten Layouts für verschiedene Anforderungen.

Bild-Inhalte direkt aus der Zwischenablage einfügen (alle Ausbaustufen)

Bildinhalte wie Screenshots, Bildausschnitte, Logos oder andere, die in der Zwischenablage liegen, können nun ohne Umweg direkt in die Timeline eingefügt werden.

Oft kommt es vor, dass ein Bild, eine Karte oder eine Grafik aus einem vorhandenen Dokument oder von einer Website in eine Präsentation eingebunden werden muss, oder aber es geht um die Integration eines Screenshots oder einer aktuellen Auswahl aus der Bildbearbeitung. Dafür reicht es aus, wenn der gewünschte Bildinhalt in der Zwischenablage vorliegt, von der aus er unmittelbar mittels „Ablage einfügen“ oder [Ctrl] + [V] auf der m.objects Timeline eingesetzt werden kann. Während Screenshots ohnehin in der Zwischenablage vorliegen, können Bilder von Websites oder aus Dokumenten heraus oftmals über das Kontextmenü per „kopieren“ oder nach Auswahl per [Ctrl] + [C] bereitgestellt werden. Die Speicherung der Bilddaten nimmt m.objects automatisch im Unterordner „dropped“ der aktuell geöffneten Produktion vor.

Video rückwärts laufen lassen (ab m.objects live)

Die Wiedergaberichtung von Videoclips oder Ausschnitten daraus kann m.objects umkehren, so dass sie danach rückwärts abgespielt werden.

Rückwärts abgespielte Videoclips können nicht nur als überraschender Effekt eingesetzt werden. Wenn ein Kameraschwenk oder die Flugrichtung der aufzeichnenden Drohne aus dramaturgischen oder ästhetischen Überlegungen umgekehrt werden soll, bietet m.objects X-2024 nun die notwendige Möglichkeit dafür über den Assistenten „Videodateien stabilisieren oder umkehren“ (Menü „Bearbeiten“ oder [Alt]+[9]). Wie von Assistenten gewohnt bezieht sich dessen Wirkung auf die zuvor ausgewählten Videoclips.

Die Umkehrung von Videoinhalten ist ein Vorgang, der – ebenso wie z.B. die Stabilisierung – aus technischen Gründen nicht in Echtzeit während der Wiedergabe durchgeführt werden kann. Stattdessen werden aus den ausgewählten Videoclips neue abgeleitet, die rückwärts neu aufgebaut werden. Die Originalvideos bleiben selbstverständlich unangetastet. Dieser Prozess ist abhängig von der Dauer, Auflösung und Framerate des Videos unter Umständen sehr speicherintensiv und kann bei zu geringem Hauptspeicherausbau (z.B. weniger als 16GB) und dem Versuch, zu lange Passagen umzukehren, zu Fehlern führen. Daher ist es zu empfehlen, aus langen Videos zunächst die relevanten Ausschnitte auf der Timeline auszuschneiden und die Option „nur auf der Timeline verwendeten Ausschnitt verarbeiten“ zu aktivieren. Durch das Deaktivieren der Option „Exporteinstellungen für jeden Clip automatisch bestimmen“ kann die Codierung des Ergebnisses zudem individuell vorgegeben werden.

Die resultierenden umgekehrten Videoclips werden per Vorgabe im Unterverzeichnis „Video\reversed“ des aktuellen Projekts gespeichert und die ursprünglichen Clips unmittelbar auf der Timeline durch diese ersetzt. Da m.objects auch hier non-destruktiv arbeitet, kann der vorherige Zustand mit der Rückgängig-Funktion wiederhergestellt werden.

Gain-Regler im Dynamikobjekt „Bild-/Videoverarbeitung“ (ab m.objects live)

Das Color-Grading von Fotos und Videos wurde um einen Gain-Regler ergänzt, der z.B. die Korrektur der Belichtung ermöglicht.

Den Einstellungen im Objekt Bild-/Videoverarbeitung wurde eine weitere zur Seite gestellt, die mit „Verstärkung (Gain)“ bezeichnet ist. Anders als der bisherigen Regler „Helligkeit“ – jetzt „Helligkeit (Offset)“ – wirkt dieser als ein Belichtungsverstärker, statt alle Helligkeitswerte gleichermaßen nach oben oder unten zu verschieben. Ein nicht ganz ausbelichtetes Foto oder Video kann so mit nur einem Regler korrigiert werden, ohne dabei eine Kompensation des Kontrasts durchzuführen. Es gibt auch Szenarien, in denen die Korrektur sinnvoll dynamisch verwendet werden kann. Ist zum Beispiel im Verlaufe einer Animation zeitweise nur ein dunkler Bildausschnitt eines ansonsten aber einwandfrei belichteten Bildes sichtbar, so kann dieser wahlweise dynamisch in der Helligkeit gepusht werden, um auch in diesem Zeitraum Details besser sichtbar zu machen.

Gain-Regler im globalen Post Processing (alle Ausbaustufen)

Die selbe Möglichkeit wie das individuelle Color Grading bietet der neue Gain-Regler in der Nachbearbeitung der Leinwand als global wirksame Einstellung.

Eine statische und global wirksame Korrektur wie zuvor beschrieben kann in allen Ausbaustufen von m.objects über das globale Post-Processing (Registerkarte „Nachbearbeitung“ in den Leinwandeinstellungen) aktiviert werden. Ein möglicher Anwendungsfall ist ein mit einem leistungsstarken Projektor auf eine relativ kleine Fläche projiziertes Bild, das dadurch unangenehm hell erscheint und so leicht korrigiert werden kann.

Erstellungsdatum von Video aus Meta-Daten (alle Ausbaustufen)

Die übergreifende Sortierung von Fotos und Videos nach Aufnahmedatum verwendet nun auch bei Video entsprechende Meta-Informationen aus der Datei, sofern vorhanden.

Die Sortierung von Material aus verschiedenen Kameras nach Aufnahmedatum unterstützt das Leuchtpult über das Kontextmenü. Bisher blieben Videos dabei jedoch unberücksichtigt, so dass sie hinter den Fotos eingereiht wurden. Ab m.objects X-2024 wird nun auch das Aufnahmedatum aus den Metadaten von Videoclips in gleicher Weise ausgewertet, um eine konsistente Sortierung zu gewährleisten. Liegt ein solches Metadatum in der Videodatei nicht vor, wird stattdessen das Änderungsdatum der Datei herangezogen.

Um in bereits mit Vorversionen importierten Clips sicherzustellen, dass m.objects das Datum korrekt zur Sortierung heranziehen kann, sollten deren Vorschaudaten einmal neu berechnet werden. Das können Sie individuell für jedes Video in dessen Eigenschaftsformular auslösen, oder Sie wählen alle relevanten Medien auf dem Leuchtpult aus und rufen dann den Befehl „Darstellung / Textur neu berechnen“ aus dem Kontextmenü auf, woraufhin die Neuberechnung im Hintergrund erfolgt.

Farbwähler Reset zu Weiß (alle Ausbaustufen)

Ein Mausklick reicht nun in allen Farbwählern für die Einstellung/Rückstellung auf Weiß.

Um die ausgewählte Farbe auf reines Weiß zu setzen, kann nun der entsprechende Schalter oben rechts im Farbwähler betätigt werden, statt wie zuvor manuell numerische Eingaben oder ein sehr exaktes Positionieren des Quadrates im Farbkreis und das Verschieben des Helligkeitsreglers vorzunehmen.

macOS: Anzeige von Protokolldateien (alle Ausbaustufen)

Verschiedene Assistenten, die Offline-Verarbeitungen durchführen (Trimming, Stabilisierung, Umkehr), bieten nach Abschluss die Ansicht eines Protokolls mit den erfolgten Arbeiten und ggf. aufgetretenen Fehlern an. Für die Ansicht dieses Protokolls startet m.objects nun automatisch die mit einfachen Textdateien verknüpfte Anwendung.

macOS: Aufruf der Schriftartsammlung (alle Ausbaustufen)

Um innerhalb des Titelgenerators von m.objects Sonderzeichen zu verarbeiten, die nicht direkt über die Tastatur abgerufen werden können, kann nun über den Schalter „Sonderzeichen“ direkt die Schriftartsammlung aufgerufen werden, in der aus dem gewünschten Zeichensatz jedes Zeichen aus dem Repertoire per „Kopieren“ in den Titelgenerator übertragen werden kann. Hinweis: Es ist zu beachten, dass im Titelgenerator der selbe Zeichensatz ausgewählt werden muss. Um ein einzelnes Sonderzeichen aus einer bestimmten Schriftart in einen Titel einzusetzen, der in einer anderen Schriftart gesetzt ist, muss zunächst gewünschte Zeichen im Titelgenerator ausgewählt und dann die Schriftart umgeschaltet werden. m.objects setzt daraufhin automatisch entsprechende sogenannte Tags in eckigen Klammern ein, so dass verschiedene Schriftarten innerhalb eines Titels gemischt werden können. Dieser Hinweis gilt im Übrigen auch für die Anwendung unter Windows.

macOS: Aufbau des Leinwandfensters beschleunigt (alle Ausbaustufen)

Das Erscheinen des Leinwandfensters unter macOS wurde deutlich beschleunigt, zudem werden Inhalte nach der Umschaltung zwischen Fenster- und Vollbildmodus schneller aktualisiert.

Audioverarbeitung

Höhere Aufnahmequalität einstellbar (alle Ausbaustufen)

Die Tonaufnahme von externen Tonquellen kann nun in Studioqualität mit zu 96kHz / 32 Bit erfolgen.

Über die Funktion „Tondatei aufnehmen / einfügen“ der Tonkomponente kann nun in der Registerkarte „externe Aufnahme“ die Aufnahmequalität je nach verwendeter Hardware auf bis zu 96 kHz (Samplefrequenz) bei 32 Bit Auflösung (Quantisierung) eingestellt werden, um eine extrem hohe Aufnahmequalität zu erreichen. Zum Vergleich: Die auf einer Audio-CD verwendeten Parameter liegen bei 44,1 KHz und 16 Bit. Die hohe Auflösung von 32 Bit ist vor allem vor dem Hintergrund sinnvoll, dass eine externe Quelle, die nur einen niedrigen Signalpegel liefert, nun durch m.objects um bis zu 24 db verstärkt werden kann. Diese Verstärkung würde bei der Wahl von 16 Bit Auflösung zu hörbaren Quantisierungseffekten führen. Vor dem Hintergrund der Verfügbarkeit hochwertiger Wandler in aktueller Sound-Hardware ist eine höhere Verstärkung während der Aufnahme bei 32 Bit grundsätzlich unproblematisch. Selbstverständlich gilt aber nach wie vor: Eine Verstärkung des Nutzpegels verstärkt auch gleichermaßen Nebengeräusche. Das Zuspielen eines möglichst gut ausgesteuerten Nutzsignals ist also die erste Wahl. Außerdem sollten Sprachaufnahmen per Mikrofon in einer von Nebengeräuschen gut abgeschirmten und akustisch neutralen Umgebung erstellt werden. Zu beachten sind dabei insbesondere auch etwaige Lüftergeräusche des Computers.
Hinweise zu für Sprachaufnahmen besonders geeignete Headsets geben wir gerne.

Externe Aufnahme im MP3-Format und mit automatischer Vergabe von Dateinamen (alle Ausbaustufen)

Von externen Quellen aufgezeichneter Ton wird nun automatisch benannt und kann im MP3-Format abgelegt werden.

Innerhalb des Formulars „Tondatei aufnehmen / einfügen“ / „externe Aufnahme“ können die aufgezeichneten Dateien nun wahlweise speicherplatzsparend mit MP3-Kompression abgelegt werden, indem die entsprechende Option aktiviert wird. Im Feld „Zieldatei“ schlägt m.objects darüber hinaus zunächst den Dateinamen „Recording“ vor, der bei Beginn jedes Takes automatisch durch das aktuelle Datum und die Uhrzeit ergänzt wird. Sie können jedoch auch einen eigenen Dateinamen vorgeben wie z.B. „Kommentare_Reisevorbereitung“, den m.objects dann als Basis die Ergänzung der Dateinamen durch Datum und Uhrzeit verwendet. Nach jedem Start und Stopp einer Aufnahme, sei es manuell oder im automatischen Modus anhand eines bestimmten Signalpegels, wird der Dateiname automatisch aktualisiert.

Aktion am Ende von asynchronem Ton einstellbar (ab m.objects live)

Asynchroner Ton kann nun bei Beendigung der Wiedergabe wahlweise im Loop laufen, stumm bleiben oder die aktuelle Wartemarke auslösen .

Wurde ein Tonsample in dessen Eigenschaften-Formular auf asynchrone Wiedergabe eingestellt, die an Wartemarken oder im Pause-Modus nicht unterbrochen wird, so kann nun zusätzlich die Aktion eingestellt werden, welche nach Beendigung der Wiedergabe der gesamten hinterlegten Tondatei ausgelöst wird. Das bisherige Verhalten der Wiederholung ab dem Beginn des Samples ist der Default. Alternativ kann auch definiert werden, dass eine etwaige Wartemarke, an der die Timeline gerade steht, bei erreichen des Endes der Tondatei automatisch ausgelöst wird, statt den Ton zu wiederholen. Die dritte Möglichkeit ist, dass keinerlei Aktion durchgeführt wird, dieses Tonsample also nach Beendigung stumm bleibt.

Allgemein

Duplikatsuche und Duplikatfilter (alle Ausbaustufen)

Die ungewollte mehrfache Verwendung von Medien kann schon beim Import oder im nachhinein erkannt und unterbunden werden.

Beim Import von zahlreichen Bildern, Videoclips oder Tondateien kommt es leicht vor, dass bereits im Leuchtpult oder auf der Timeline bereits enthaltene erneut ausgewählt werden. Auf unterschiedliche Weise unterstützt m.objects X-2024 dabei, ungewollte Duplikate zu vermeiden. Unabhängig davon, ob Dateien über die interne Dateiauswahl oder per Drag & Drop z.B. direkt aus dem Explorer oder Finder in das Leuchtpult oder die Timeline importiert werden, zeigt m.objects eine entsprechende Rückfrage an, falls dabei Duplikate erkannt wurden. Der Anwender kann entscheiden, ob diese Duplikate unterdrückt oder ebenfalls importiert werden. Es kann also beispielsweise ein ganzes Verzeichnis per Drag & Drop auf das Leuchtpult gezogen werden, von dem vermutet wird, dass dort einzelne noch nicht in der Präsentation oder auf dem Leuchtpult verwendete Bilder enthalten sind. Durch die Filterung der Duplikate werden effektiv nur die noch ungenutzten davon importiert.

Eine weitere Funktion ist das Entfernen von Duplikaten aus dem Leuchtpult, was über das dortige Kontextmenü angeregt werden kann. Dabei werden in jedem Fall alle überschüssigen Vorkommen von Medien entfernt, die mehrfach auf dem Leuchtpult liegen. Sollten Medien auf dem Leuchtpult liegen, die zudem bereits auf der Timeline arrangiert wurden, so erscheint eine Rückfrage, ob auch diese aus dem Leuchtpult entfernt werden sollen.

Bereits mehrfach auf den Bildspuren verwendete Medien erkennt m.objects über den Befehl „Duplikate anzeigen / markieren“. Sollten solche gefunden werden, so zeigt das Programm alle Mehrfachvorkommen in einer Liste an. Durch einfachen Klick auf einen Eintrag springt der Locator zur entsprechenden Lichtkurve, damit der Sinn der erneuten Verwendung des Bildes oder Videoclips dort überprüft werden kann. Duplikate, für die eine weitere Behandlung wie die Löschung oder der Ersatz durch ein anderes Medium geplant ist, können durch Doppelklick in die Liste als Duplikat (oder den entspr. Schalter um unteren Rand) markiert werden, woraufhin diese auf der Timeline leicht erkennbar sind.

Was erkennt m.objects als Duplikat? Duplikate sind zunächst Medien, deren kompletter Dateipfad identisch ist. Sollten Medien nur einen identischen Dateinamen haben, aber in unterschiedlichen Verzeichnissen liegen, werden sie bei inhaltlicher Gleichheit als Duplikat eingestuft. Zudem wird auf Ähnlichkeit von Dateinamen und inhaltliche Identität geprüft. Ähnlich in diesem Sinne sind zum Beispiel die Dateinamen „_DSC3498.jpg“ und „Kopie von _DSC3498.jpg“ oder auch „_DSC3498 (2).jpg“, vereinfacht gesagt, wenn einer der verglichenen Namen Bestandteil des anderen ist. Dadurch werden auch Duplikate erkannt, deren Dateinamen durch Duplizieren automatisch verändert wurden.
Die Suche nach Duplikaten auf den Bildspuren stuft identische Medien jedoch nicht als Duplikat ein, wenn diese überlappend auf der Timeline angelegt wurden, was in der Regel bewusst durchgeführt wurde, etwa um den Hintergrund bei einem abweichenden Seitenverhältnis aufzufüllen. Ebenso werden Masken nie als Duplikate eingestuft, da identische Masken häufig mehrfach innerhalb einer Präsentation eingesetzt werden. Auch Videoclips auf der Timeline, die unterschiedliche Ausschnitte der selben Datei wiedergeben, gelten selbstverständlich nicht als Duplikate.

Aufruf des Finders bzw. Explorers aus der Timeline (alle Ausbaustufen)

Für den Import neuer Medien in die Timeline kann der Finder bzw. Explorer aus dem Kontextmenü aufgerufen werden.

Über die entsprechenden Kontextmenüs der verschiedenen Komponenten gibt es ab m.objects X-2024 die Möglichkeit, den Finder (macOS) bzw. den Explorer (Windows) zur Auswahl von Bildern, Videos oder Tondateien aufzurufen, um diese dann direkt in die Timeline oder das Leuchtpult zu ziehen. Das dort vorausgewählte Verzeichnis ist das für diesen Medientyp vorgesehene Unterverzeichnis des aktuellen Projekts oder aber das Verzeichnis, aus dem währen dieser Sitzung zuletzt Medien dieses Typs per Drag & Drop in die Präsentation übernommen wurden.

Schneiden und selektieren eines Exportbereiches (alle Ausbaustufen)

Auf dem Zeitlineal markierte Exportbereiche können über das Kontextmenü beschnitten und selektiert werden.

Wenn auf dem Zeitlineal ein Exportbereich durch Ablegen des Werkzeugs „Exportbereich“ an dessen Beginn und Ende markiert wurde, kann dieser Abschnitt durch Rechtsklick auf eines der beiden Marker-Objekte oder im Bereich dazwischen über den Befehl „Exportbereich schneiden und selektieren“ abgetrennt und alle Timeline-Objekte innerhalb dieses Abschnitts selektiert werden. Auf diese Weise steht es dem Anwender frei, den Bereich zur anderweitigen Verwendung direkt in die Zwischenablage zu übernehmen oder zum Beispiel zu löschen oder herauszuschneiden. Ist nur der Transfer in die Zwischenablage gefragt, so kann durch nachfolgende Nutzung der Rückgängig-Funktion der vorherige Zustand wieder hergestellt werden, während exakt der markierte Ausschnitt im Clipboard verfügbar bleibt und so an anderer Stelle der Timeline oder in einer anderen Produktion eingesetzt werden kann.

Serienexport mehrerer Exportbereiche (alle Ausbaustufen)

Mehrere markierte Exportbereiche können unbeaufsichtigt mit automatischer Dateinamensvergabe nacheinander exportiert werden.

Wenn auf dem Zeitlineal mehrere Exportbereiche angelegt wurden, erfolgt deren Export automatisch und ohne weitere Nutzerinteraktion unter aufsteigend nummerierten Ausgabe-Dateinamen. Der Basis-Dateiname kann mit oder ohne abschließende Ziffern vorgegeben werden, und die Einstellungen für den Videoexport (Container, Kompression) werden einheitlich für alle folgenden Exporte übernommen. Während dieser Stapelverarbeitung kann m.objects erst wieder bedient oder geschlossen werden, wenn der letzte Export des letzten Exportbereiches begonnen hat.

Automatische Erweiterung der Objektauswahl (alle Ausbaustufen)

Die aktuelle Objektauswahl kann für die Zwischenablage oder für Makros automatisch erweitert werden.

Für den Transfer in die Zwischenablage (Copy + Paste) sowie die Erstellung von Makros ist es in den meisten Fällen sinnvoll, komplette Einheiten (Ereigniseinheiten wie Licht- oder Tonkurven) auszuwählen. Ist bei Aufruf einer entsprechenden Funktion nur ein Teil einer Licht- oder Tonkurve ausgewählt, so ermöglich eine Rückfrage die automatische Erweiterung der Auswahl auf alle Einheiten, von denen mindestens ein einzelnes Objekt ausgewählt wurde. Wird also zum Beispiel nur ein einzelner Anfasser einer Aufblendung eines Bildes gewählt, so erscheint bei Aufruf der Kopierfunktion automatisch eine solche Abfrage. Zum Transfer unvollständig ausgewählter Kurven siehe den folgenden Abschnitt.

Beliebige Gruppen von Kurvenanfassern in der Zwischenablage oder in Makros (alle Ausbaustufen)

Eine Auswahl von Kurvenanfassern mitten aus bestehenden Licht- oder Tonhüllkurven kann über die Zwischenablage kopiert oder in Makros abgelegt werden.

Wenn innerhalb einer bestehenden Kurve auf der Timeline weitere Kurvenanfasser eingefügt wurden, sei es zur Absenkung der Lautstärke eines Tonsamples oder zur temporären Reduktion der Helligkeit während einer Titeleinblendung, so kann diese Gruppe von Anfassern nun isoliert ausgewählt und in die Zwischenablage transferiert (Auswahl Kopieren oder Ausschneiden) und in einer anderen Kurve eingefügt werden. Ebenso kann aus dieser Konstellation von Objekten ein Makro erstellt werden, das dann als eigenständiges Werkzeug zur Erzeugung genau solcher Vorgänge in bestehenden Kurven verwendet werden kann. Wenn eine unvollständige Objektauswahl dieser Art kopiert oder als Vorlage für ein Makro verwendet werden soll, ist die Rückfrage nach einer automatischen Ausweitung der Auswahl mit „Nein“ zu beantworten, anderenfalls wird die Objektauswahl automatisch so erweitert, dass sie die gesamte Kurve und alle darin enthaltenen Steuerelemente umfasst.

macOS: Aufruf externer Bearbeitungsprogramme (alle Ausbaustufen)

Über das Formular „Programmeinstellungen“ in der Registerkarte „Pfade und Anwendungen“ kann nun auch unter macOS je ein externes Programm zur Bearbeitung der verschiedenen Medientypen definiert werden. Dieses kann dann aus der Timeline oder dem Leuchtpult mittels „Datei extern bearbeiten“ bzw. [Ctrl]+[Enter] gezielt für das gewählte Medium aufgerufen werden. Hinweis: Nach einer erfolgten externen Bearbeitung kann es sinnvoll sein, die Funktion „Darstellung / Textur neu berechnen“ über den Sockelbalken des Mediums aufzurufen, um die Änderungen innerhalb von m.objects unmittelbar zu reflektieren. Spätestens beim Neuladen der Präsentation erkennt m.objects eine erfolgte Veränderung der Datei automatisch.

Neuerungen in X-2023 (gegenüber X-2022)



Bild-/Videoverarbeitung

Audioverarbeitung

Allgemein



Bild-/Videoverarbeitung

Ken-Burns-Assistent (alle Ausbaustufen)

Der neue Ken-Burns-Assistent ermöglicht das automatisierte Erstellen von gleichförmigen oder variierenden Animationen von Bild-/Videoobjekten.

Um eine Bildsequenz dynamischer zu gestalten, können mehr oder weniger deutlich wahrgenommene Animationen wie Zoom-In, Zoom-Out und/oder Schwenks, auch „Ken-Burns-Effekte“ genannt, sinnvoll sein. Deren Erstellung ist insbesondere bei einer größeren Anzahl von Bildern oder kurzen Videoclips mitunter zeitaufwändig, und die Integration einer „zufälligen“ Komponente, also einer gewissen Streuung bei der Animationsrichtung und –stärke, erfordert Handarbeit. Solche Arbeiten erledigt der Assistent „Animation (Ken-Burns)“ mit wenigen Mausklicks. Er bezieht sich jeweils auf die vorher selektierten Medienobjekte auf den Bildspuren. Eine Reihe von Voreinstellungen können dazu dienen, eine sinnvolle Vorbelegung der Formulareinstellungen für das erwünschte Ergebnis einzurichten. Einzelne Parameter können/sollten dann von Hand angepasst werden, bevor ein Druck auf „OK“ die Bearbeitung durchführt. Falls das Ergebnis nicht wie gewünscht ausgefallen ist, lässt sich auch eine solche Operation selbstverständlich mit der Funktion „Rückgängig“ wieder ungeschehen machen. Das ist allerdings nicht notwendig, wenn Sie den Vorgang erneut mit veränderten Parametern durchführen wollen, denn der Assistent entfernt ggf. automatisch sein Spuren aus dem letzten Durchgang. Es reicht, mit der selben Objektauswahl einfach den Assistenten erneut aufzurufen ([Alt] + [6]).

Time-Stretching für Videoton bei Zeitlupe/Zeitraffer (ab m.objects live)

Das Dynamikobjekt zur Geschwindigkeitssteuerung beherrscht nun Geschwindigkeitsanpassungen des Soundtracks von Videoclips ohne Änderung der Tonhöhe

Videoclips, die mit dem Werkzeug „Geschwindigkeit/Tonhöhe“ beschleunigt oder verlangsamt werden, können nun den ggf. enthaltenen O-Ton ohne Veränderung der Tonhöhe in entsprechender Geschwindigkeit wiedergeben. Das ist oftmals wichtig, wenn hör- und sichtbare Ereignisse eines Videos in erkennbarem Zusammenhang stehen und daher synchron bleiben müssen, da ein in klassischer Weise verlangsamter oder beschleunigter Ton entsprechend frequenzverschoben (tiefer oder höher) wiedergeben und so unnatürlich klingen würde. Das funktioniert sogar bei dynamischer Geschwindigkeitssteuerung. Weitere Informationen zum Objekt „Geschwindigkeit/Tonhöhe“ finden sich unter „Audioverarbeitung“ weiter unten.

Videoausschnitt mit der Maus verschieben (alle Ausbaustufen)

Der Inhalt eines Videoclips kann mittels der rechten Maustaste + [Strg] bzw. [Ctrl] innerhalb der Lichtkurve verschoben werden.

Wenn ein Videoclip auf der Timeline bereits angelegt und zeitlich angepasst ist, der sichtbare Inhalt aber zeitlich verschoben werden soll, so ist das nun neben der mühsameren manuellen Veränderung des Startoffsets oder diverser Verschiebungen von Anfassern auch möglich, indem die [Strg]-Taste festgehalten und diese Kurve mit gedrückter rechter Maustaste gezogen wird. Sowohl die Darstellung auf der Timeline als auch der Leinwandinhalt visualisieren die Veränderung schon während des Ziehens. Diese Veränderung bezieht sich auf alle zugleich ausgewählten Clips inkl. ggf. aus Nachvertonung stammendem Audiomaterial, so dass die Synchronisation erhalten bleibt.

Farbwähler mit Farbwertanzeige/-eingabe in HTML-Notation (alle Ausbaustufen)

In allen Formularen mit Farbwähler ist nun die Eingabe in HTML-kompatibler Notation möglich.

Überall dort, wo die Einstellung von Farben innerhalb von m.objects möglich ist (Texteditor, Passepartout, Schatten, Color-Grading etc.), kann wahlweise neben der Pipette auch ein Farbwähler genutzt werden, der nun auch die direkte Eingabe von RGB-Farbwerten nach HTML-Konvention (#RGB hexadezimal) akzeptiert.

Color-Grading mit Anzeige von Über-/Unterbelichtung (ab m.objects live)

Das dynamische Color-Grading mit Hilfe des Werkzeuges „Bild / -Videoverarbeitung“ zeigt Übersteuerungen wahlweise durch Blinken an.

Eine abschaltbare Funktion des Dynamikobjekts zur Bild- und Videoverarbeitung indiziert Bildteile, die nach Anwendung der Filtereinstellungen ausgefressene Lichter oder abgesoffene Tiefen aufweisen, durch Blinken. Die Funktion ähnelt der Histogramm-basierten Indikation von Über- und Unterbelichtungen auf dem Display der Kamera. Ein an sich unter- oder überbelichtetes Foto oder Video wird ein solches Blinken nicht auslösen, sondern nur eine Überschreitung der Belichtungsgrenzen, die durch die Anwendung dieses Werkzeuges induziert wurde. Der Schalter „Übersteuerung während der Bearbeitung anzeigen“ dient dazu, diese Funktion ein- oder auszuschalten.

Color-Grading mit Vergleich vorher/nachher (ab m.objects live)

Das Werkzeug „Bild- / Videoverarbeitung“ bietet zwei Vergleichsfunktionen zur schnellen Umschaltung der Darstellung vorher und nachher.

Während der Bearbeitung individueller Bildinhalte (Text, Bild, Video) mit dem Dynamikwerkzeug „Bild-/Videoverarbeitung“ kann mittels der Schaltfläche „Vergleich Original“ oder alternativ durch Halten der Taste [D] auf die Neutraldarstellung des Bildes zurückgeschaltet werden, um die Wirkung der Bearbeitung zu verdeutlichen. Wenn das Formular eines Objekts mit bereits veränderten Einstellungen aufgerufen wird, die nun noch einmal korrigiert werden sollen, hilft der Schalter „Vergleich vorher“ (oder Taste [C]), um zwischen den veränderten Einstellungen und dem Zustand bei Aufruf des Formulars zu vergleichen.

Anwendung von LUT und Tönung mit größerem Wertebereich (ab m.objects live)

Innerhalb des Werkzeuges „Bild- / Videoverarbeitung“ kann die Wirkung der Regler Tönung außerhalb des vorgesehenen Wertebereichs überhöht werden.

Die Anwendung des Tönungsfilters sowie von Look-Up-Tables (LUTs) lassen es nun zu, den angedachten (und in normalen Anwendungsfällen sinnvollen) Wertebereich von 0% bis 100% für die Wirkung zu verlassen. Diese Möglichkeit ist nur für kreative und experimentelle Anwendungen vorgesehen, denn das Ergebnis liegt damit außerhalb der Intention des Erstellers der LUT, die Ergebnisse können dadurch unbrauchbar sein. Es gibt jedoch Fälle, in denen die Wirkung einer LUT auf den visuellen Inhalt noch weiter verstärkt oder sogar negiert werden kann, um bewusst interessante Effekte zu erzielen. Beim Verlassen des normalen Wertebereichs empfiehlt es sich, die Anzeige von Übersteuerungen zu aktivieren, um grobe Verletzungen der Grenzwerte leicht zu erkennen.

Pipette bei Weißabgleich sofort wirksam (ab m.objects live)

Die Nutzung des Farbwählers und der Pipette für die Einstellung und wiederholte Korrektur des Weißabgleichs ist nun möglich

Während der Einstellung des Weißabgleichs kann nun der Neutralwert im Farbwähler (per Farbkreis oder Pipette) anhand des sichtbaren Ergebnisses kontinuierlich nachjustiert werden, bis die Darstellung in der Leinwand das gewünschte Ergebnis zeigt.

Globale Nachbearbeitung (alle Ausbaustufen)

Die Pipette kann für den Weißabgleich genutzt werden, zudem erfolgt eine Markierung von über- und unterbelichteten Arealen.

In der globalen Nachbearbeitung (Post-Processing), also dem Color-Grading-Werkzeug, das in den Leinwandeinstellungen aktiviert wird und für die gesamte Präsentation wirksam ist, ist nun die Nutzung der Pipette für den Weißabgleich möglich. Ebenso wie während der Einstellung des individuellen Color-Gradings einzelner Bilder und/oder Videoclips werden auch hier Areale mit Über- oder Unterbelichtung, die durch die vorgenommenen Einstellungen hervorgerufen werden, durch Blinken gekennzeichnet.

Beim Laden einer Show, in der mittels globaler Nachbearbeitung Filter aktiviert sind, die über LUT-Grading und Schärfung hinausgehen (also z.B. Gamma, Kontrast, Sättigung...), wird nun ein entsprechender Hinweis angezeigt. Das soll helfen zu vermeiden, dass für ein bestimmtes Ausgabegerät vorgenommene Korrekturen später versehentlich bei der Wiedergabe auf einem anderen Gerät aktiviert bleiben und zu einer ungewollten Verfälschung führen.

Audio-Stream aus Video wählbar (alle Ausbaustufen)

Für Videoclips, die mehrere Audio-Streams enthalten, kann ausgewählt werden, welcher davon wiedergegeben werden soll.

Im Eigenschaftsformular von Videoclips kann nun eingestellt werden, ob und ggf. welcher der enthaltenen Audio-Streams verarbeitet werden soll. Für mehrsprachige Videos oder solche, die Ton aus mehreren verschiedenen Tonquellen separat enthalten, kann so der relevante Soundtrack ausgewählt werden. Auch ist es so möglich, die einzelnen Soundtracks einen nach dem anderen auf die Tonspuren zu extrahieren, um alle zugleich verarbeiten zu können.

Audioverarbeitung

Audio-Miniplayer in allen relevanten Formularen (alle Ausbaustufen)

Alle Formulare, die der Auswahl oder Bearbeitung von Audiodateien dienen, verfügen nun über einen Mini-Player mit navigierbarem Fortschrittsbalken.

Von der Dateiauswahl über die Anzeige und Einstellung der Eigenschaften von Audiodateien und die Toneffekteinstellungen bis hin zur Einstellung der Wiedergabegeschwindigkeit und/oder der Tonhöhe sind alle entsprechenden Formulare mit Audio-Miniplayern ausgestattet. Dieser verfügt über einen Start/Stop-Schalter und einen Fortschrittsbalken, der zur Navigation innerhalb der laufenden Tondatei verwendet werden kann. Der Wiedergabestatus wird bei Verlassen eines solchen Formulars gespeichert und von weiteren Audio-Miniplayern entsprechend übernommen. Wird also ein solches Formular geöffnet, wenn zuvor die Wiedergabe eines Audioplayers aktiv war, wird auch der in diesem enthaltene Player sofort aktiviert.

Time-Stretch / Pitch Shift (ab m.objects live)

Die dynamische Geschwindigkeitssteuerung von Audioclips ohne Änderung der Tonhöhe ist ebenso möglich wie die Veränderung der Tonhöhe ohne Einfluss auf die Geschwindigkeit.

Mit dem Dynamikobjekt „Geschwindigkeit/Tonhöhe“ können nun Anpassung sowohl der Wiedergabegeschwindigkeit als auch der Tonhöhe (Pitch) von Audioclips vollkommen unabhängig voneinander und bei Bedarf dynamisch durchgeführt werden. Die Checkbox „Tonhöhe festlegen“ muss dafür aktiviert werden. Nun kann – abhängig von der inhaltlichen Beschaffenheit - in einem relativ weiten Bereich die Geschwindigkeit verändert werden, ohne dass die Stimmen, Musikinstrumente oder O-Töne unnatürlich klingen. Das ist gleichermaßen zur Anpassung der Spieldauer von Tondateien an Bild- oder Videosequenzen wie auch für die Veränderung der Tempi innerhalb von Musikstücken nutzbar und kann sogar dynamisch eingesetzt werden.

Zudem besteht die Möglichkeit, die Tonhöhe ohne Einfluss auf die Geschwindigkeit zu variieren. Die Skala dafür ist in Cent angelegt, wobei 100 Cent einem Halbton-Intervall (gleichstufige Stimmung) entsprechen. Je nach Anwendung – insbesondere bei Vocal-Anteilen wie Sprache oder Gesang – kann es sinnvoll sein, zusätzlich die Option „Klangfarbe erhalten“ zu aktivieren, um einen natürlichen Klang beizubehalten. Diese Funktion eignet sich hervorragend, um aneinander angrenzende oder überlappende Musikstücke unterschiedlicher Tonarten für einen harmonischen Übergang aufeinander abzustimmen. Sie ist ebenfalls für die Veränderung von Stimmlagen von Sprechern sehr gut einsetzbar.

Zu beachten: Obwohl hier hoch optimierte Algorithmen zum Einsatz kommen, bringt die Anwendung dieser Funktionen eine gewisse CPU-Last mit sich. Während das auf aktuellen Multimedia-Computern praktisch keine Rolle spielt, können ältere oder für Multimedia-Anwendungen nicht konzipierte Rechner damit überfordert sein. Aus technischen Gründen kann es in Grenzbereichen übrigens passieren, dass die Wiedergabe über den im Formular eingebauten Audio-Miniplayer Störungen aufweist, während die spätere Wiedergabe aus der Timeline jedoch einwandfrei läuft.

Audioausschnitt mit der Maus verschieben (alle Ausbaustufen)

Der Inhalt eines Audioclips kann mittels der rechten Maustaste + [Strg] bzw. [Ctrl] innerhalb der Tonhüllkurve verschoben werden.

Um den Inhalt eines bereits auf der Timeline angelegten und eingepassten Audioclips einfach zu verschieben, kann – vergleichbar mit der Handhabung von Video-Content – die [Strg]-Taste festgehalten und die Dynamikdarstellung mit gedrückter rechter Maustaste gezogen werden. Diese Veränderung bezieht sich auf alle zugleich ausgewählten Clips inkl. ggf. gewählten Videoclips (bei nachvertontem/gruppiertem Material ist das automatisch gegeben), so dass die Synchronisation erhalten bleibt.

Auto-Ducking

Automatische Lautstärkeabsenkung Spur-/Objektbezogen (alle Ausbaustufen)

In den Eigenschaften einer Audiospur (Kontextmenü -> „Spur bearbeiten“ oder Doppelklick in den leeren Bereich der Spur) kann die Eigenschaft „Auto-Ducking“ aktiviert werden. Es handelt sich dabei um eine automatische Absenkung der Lautstärke von Audioclips auf benachbarten Tonspuren in dem Bereich, in dem sich auf dieser Tonspur Audioclips befinden. Die Anwendung der Absenkung kann für alle anderen Tonspuren oder für eine begrenzte Anzahl von Tonspuren direkt unterhalb eingerichtet werden. Letzteres ist sinnvoll, wenn bestimmte Tonobjekte wie leise Hintergrundgeräusche unbeeinträchtigt weiterlaufen sollen, während Musik im fraglichen Bereich leiser werden soll. Ein typischer Anwendungsfall ist die Einblendung von gesprochenem Text auf der Spur, auf der das Auto-Ducking aktiviert wurde. Der Wirkungsgrad (Dämpfung in db) der automatischen Absenkung kann ebenso frei eingestellt werden wie die Vor- und Nachlaufzeit, also die Zeit vor dem Beginn des Sprachsamples, zu dem die Abblendung parallel laufender Audioclips beginnt, und die Zeit nach dessen Ende, zu der die Aufblendung wieder abgeschlossen ist.

Eine solche Einstellung kann alternativ auch für einen Audioclip alleine über dessen Eigenschaftsformular aktiviert werden, so dass nur dieser Clip – unabhängig von den Einstellungen der Tonspur, auf der er abgelegt wurde – eine Lautstärkeabsenkung von Tondateien auf benachbarten Spuren auslöst. Die individuellen Einstellungen des Audioclips überschreiben dabei die Einstellungen der Tonspur, auf der das Objekt liegt.

Automatische Lautstärkeabsenkung an Wartemarken (ab m.objects live)

Auch Wartemarken besitzen nun Auto-Ducking-Funktionalität. Für Live-Vorträge bieten Wartemarken die Flexibilität, Inhalte mehr oder weniger ausführlich zu kommentieren, indem der Locator bei der laufenden Wiedergabe an vorgesehenen Positionen anhält. Passiert das inmitten von synchronisiert laufendem Ton, wird dieser inmitten der Wiedergabe unterbrochen. Eine Wartemarke mit aktiviertem Auto-Ducking blendet den Ton jedoch rechtzeitig vorher ab, im Falle von synchronem Ton bis auf Lautstärkelevel 0 (höchste Dämpfung). Kommt hingegen asynchroner Ton zum Einsatz, erfolgt die Abblendung um die in der Wartemarke eingestellte Dämpfung. Das ist insbesondere sinnvoll, wenn der asynchrone Ton bereits deutlich vor der Wartemarke begonnen hat und z.B. die hauptsächliche akustische Untermalung darstellte, die an der Wartemarke aber nicht ganz verstummen soll. In den Eigenschaften eines asynchronen Tonobjektes lässt sich dieses Verhalten jedoch auch invertieren: Die Option „nur an Wartemarken mit Auto-Ducking aufblenden“ sorgt dafür, dass dieses Tonobjekt ausschließlich in dem eingestellten Bereich um die Wartemarke herum hörbar wird. Die maximale Lautstärke, die es dabei erreicht, wird wie gewohnt über den Dämpfungsregler in den Audioclip-Eigenschaften definiert.

Eingangspegel-Regler für Aufnahme

Die externe Tonaufnahme bietet nun einen Regler zur Aussteuerung der Aufnahme.

Im Formular „externe Aufnahme“ findet sich nun rechts neben dem Aussteuerungsinstrument ein Slider, mit dem der Aufnahmepegel der gerade eingespielten Quelle geregelt werden kann. Erscheint die erreichte Aussteuerung selbst in höchster Einstellung des Reglers noch zu gering (die Anzeige sollte sehr deutlich in den gelben Bereich ausschlagen), so sollte entweder die Quelle verstärkt oder über den Schalter „Eingangskanal/Mixer“ versucht werden, den Gain des verwendeten Eingangs anzuheben. Nur, wenn das alles nicht zielführend ist, sollte die Aufnahme dennoch durchgeführt und anschließend in m.objects mittels den Reglers „Dämpfung/Verstärkung“ des Audiosamples verstärkt werden.

Kontextmenü-Eintrag Verwendung anzeigen

Die Positionen der Verwendung von Audio-Clips können über das Kontextmenü des Werkzeugfensters gezielt angesprungen werden.

Auf der Timeline verwendete Tondateien werden im Werkzeugfenster der Audiokomponente gelb hinterlegt dargestellt. Hinter deren Namen steht zudem ggf. eine Zahl in Klammern, die bei mehrfacher Nutzung die Anzahl der Vorkommen auf der Timeline benennt. Durch Auswahl des Kontextmenü-Befehl „zeige nächste Verwendung“ springt der Locator jeweils auf die folgende Verwendung dieses Audio-Clips rechts von der aktuellen Locatorposition, bzw. auf die erste Verwendung, wenn die letzte bereits erreicht war.

Audio-Delay einstellbar

In den Treibereigenschaften kann je Soundkarte ein Versatz von –1.000s bis 1.000s eingestellt werden

Manche Anbindungen von Audioausgabegeräten wie z.B. Bluetooth-Lautsprecher bringen eine Ausgabeverzögerung mit sich, die über ein negatives Delay (vorgezogene Tonausgabe) kompensiert werden sollte. In anderen Anwendungen kann es durch Bildsignal-Prozessoren zu einer Verzögerung bei der Ausgabe des Videosignals kommen, dem man durch eine entsprechende Verzögerung des Audiosignals (positiver Wert für Delay) begegnen kann. Auch die bei Großereignissen bisweilen weit von der Position des Zuschauers entfernt aufgestellte Lautsprecher können eine solche Kompensation sinnvoll machen. Die Einstellungen finden sich im entsprechenden auf der Tonspur abgelegten Treiber, der über „Ansicht“ -> „Treiberzuordnung“ zugänglich ist.

Kanalzuordnung

Eine gezielte Zuordnung eines Audioclips zum linken oder rechten Stereokanal ist nun auch für asynchronen Sound möglich.

Ebenso wie synchroner Ton kann nun auch asynchroner Ton gezielt nur den rechten oder nur den linken Ausgabekanal bespielen. Die Einstellung dafür befindet sich im Eigenschaftsformular der entsprechenden Tonhüllkurve.

Summenpegelanzeige

Die Summenpegel-Anzeige ist nun auch bereits beim Probehören aktiv.

Die Summenpegel-Anzeige, die sich im Statusfenster der Audiokomponente befindet (siehe Kontextmenü) und z.B. in das Hauptfenster eingedockt werden kann, zeigt nun den Ausgangslevel auch bereits während des Probehörens mittels des Audio-Miniplayers aus einem entsprechenden Formular.

Hüllkurvenanfasser nun in db statt Prozent

Der Level von Hüllkurvenanfassern wird nun als Dämpfung auf einer db-Skala eingestellt.

Gegenüber der zuvor verwendeten Prozentskala verwenden Hüllkurvenanfasser nun die im Audio-Bereich übliche Dezibel-Skala (db), wobei 0.0db (gleichbedeutend mit „keine Dämpfung“) der höchste Wert ist. Eine Differenz von –6.0db bedeutet jeweils eine Halbierung des Signallevels. Der niedrigste Wert von –160db entspricht in der Praxis einer unendlichen Dämpfung, das Ergebnis ist also vollkommene Stummschaltung.

Ton aus Videonachvertonung in Werkzeugfenster

Aus Video-Nachvertonung stammende Tondateien werden im Werkzeugfenster in einem separaten Zweig gelistet

Tondateien, die aus der m.objects-internen Separation von Videoton auf Tonspuren stammen, werden innerhalb des Werkzeugfensters nun im separaten Zweig „Video-Nachvertonung“ gelistet, um eine bessere Übersichtlichkeit in komplexen Projekten zu erzielen. Das gilt jedoch nur in der Darstellung als Baumstruktur, die bei Bedarf über das Kontextmenü -> „Fensterlayout“ aktiviert werden kann.

Allgemein

Verwendete Zeichensätze (Fonts) in der Mediendateiverwaltung

Alle im Rahmen von Textelementen (Titeln) auf der Timeline verwendeten Zeichensätze werden nun auch in der Dateiverwaltung unter „im System installiert“ oder ggf. unter „fehlend“ gelistet.

Die Wiedergabe einer fertigen Show ist in manchen Fällen nicht auf das Vorhandensein der in Textobjekten verwendeten Fonts angewiesen. Sobald jedoch Modifikationen erfolgen sollen (Farbprofil, Ausgabeauflösung, Textinhalte), muss m.objects auf die Schriftart zugreifen können, um diese nicht durch einen Standardfont zu ersetzen. Die Dateiverwaltung listet alle innerhalb der Show verwendeten Schriftarten im Zweig „im System installiert“ oder „fehlend“ -> „Timeline“ oder „Pool“ -> „Fonts“. Durch einfachen Klick mit der linken Maustaste kann jeweils zur nächsten Verwendung navigiert werden. Die Installation eines fehlenden Zeichensatzes muss über die reguläre Installation im jeweiligen Betriebssystem erfolgen.

Länge der Timeline dynamisch

Die aktuelle Länge der Timeline wird nicht mehr fest vorgegeben, sondern ergibt sich aus den abgelegten Objekten.

Bislang hatte die Timeline eines Projekts eine fest vorgegebene Dauer, die zunächst auf 2 Stunden voreingestellt war. Insbesondere bei der Navigation in kürzeren Projekten erweist es sich als Vorteil, dass nun die Länge der Timeline dynamisch verwaltet wird. Am Ende der Timeline bleibt immer so viel Platz, wie Sie für die Arbeit benötigen, während der Scrollbalken aktuell durch Objekte belegte Dauer abbildet.

Darstellungsperformance der Timeline verbessert

Die Darstellungsleistung und damit die Scroll-Geschwindigkeit der Timeline wurden gravierend verbessert.

Optimierungen der Timeline-Darstellung bringen Insbesondere in komplexen Projekten mit vielen Audioinhalten beim Scrollen einen erheblichen Performancegewinn mit sich. Zudem wurde die Vorschaudarstellung beim Verschieben zahlreicher Objekte erheblich beschleunigt und erfolgt nun flimmerfrei.

Vertikales Autoscrolling

Während des Drag&Drop scrollt der Timelinebereich der Arbeitsoberfläche nun bei Bedarf auch vertikal.

Sowohl beim Verschieben von Objekten als auch beim Ziehen neuer Objekte in die Timeline (z.B. aus dem Leuchtpult, Explorer oder Finder) scrollt der Timelinebereich nun auch automatisch vertikal, wenn die Grenzbereiche am oberen oder unteren Rand der Darstellung erreicht werden, was insbesondere bei der Arbeit mit Projekten praktisch ist, in denen viele Spuren verwendet werden. Der Scrollbereich ist nun zudem auf die Höhe der aktuell eingerichteten Komponenten/Spuren begrenzt.

Aktive Komponente und vertikale Scrollposition gespeichert

Beim Laden von Shows wird nun automatisch die beim Speichern aktive Komponente und die vertikale Scrollposition wiederhergestellt.

Neben der horizontalen Position auf der Timeline werden nun auch der Aktivierungszustand der Komponenten (und damit der Inhalt des Werkzeugfensters) sowie die vertikale Scrollposition des Timeline-Editors zusammen mit der Show gespeichert und nach dem Laden wiederhergestellt. Um zu vermeiden, dass oberhalb des sichtbaren Ausschnitts liegende Spuren nicht wahrgenommen und „vergessen“ werden, erfolgt die Positionierung nach dem Laden mit einem weichen Scrollen.

Selektionszustand aller Objekte gespeichert

Die aktuelle Auswahl der Timeline-Objekte wird mit der Show gespeichert und geladen.

Mit der Sicherung einer Show wird auch gespeichert, ob Objekte ausgewählt sind oder nicht, und dieser Zustand nach dem Laden wiederhergestellt. Somit ist in Verbindung mit der Speicherung der Scrollposition (s.o.) eine exakte Wiederherstellung des Zustandes der Timeline nach dem erneuten Laden gegeben.

Automatische Umschaltung in Bearbeitungsmodus

Beim Drag&Drop von Medien oder Werkzeugen auf die Timeline wird ggf. automatisch in den Bearbeitungsmodus geschaltet

Während sich m.objects im Pause- oder Wiedergabemodus befindet, ist eine Bearbeitung der Timeline nicht möglich. Werden nun Werkzeuge aus dem Werkzeugfenster oder neue Medien (z.B. aus dem Leuchtpult oder Explorer bzw. Finder) auf die Spuren der Timeline gezogen, während sich m.objects nicht im Bearbeitungsmodus (Stop-Modus) befindet, wechselt das Programm automatisch auf Stop, um die Bearbeitung zuzulassen.

Medieneigenschaften per Doppelklick

Ein Doppelklick in die Kurve eines Medienobjekts (Bild, Videoclip, Text, Audioclip) öffnet dessen Eigenschaftsformular (abschaltbar).

Beim Doppelklick mit der linken Maustaste innerhalb des farbig hinterlegten Bereiches eines Medienobjektes auf der Timeline entstand bisher mitunter ungewollt ein neuer Kurvenanfasser, obwohl die Intention war, das Formular mit den Eigenschaften des Medienobjekts selbst zu bearbeiten. Nun führt ein Doppelklick immer dann zum Öffnen der Medieneigenschaften, wenn er nicht auf ein anderes innerhalb der Kurve abgelegtes Objekt (Zoom, Bildfeld etc.) erfolgte. Die Lichtsteuerungskomponente (DMX) ist hiervon ausgenommen.
Zum Einfügen neuer Anfasser kann nach wie vor das Kontextmenü verwendet werden, dabei wird der Anfasser per Default auf die Höhe seines jeweils linken Nachbarn eingestellt und dessen Eigenschaftsformular geöffnet.
Das Verhalten ist über „Einstellungen“ -> „Programmeinstellungen“ -> „Timeline-Editor und Pool“ umschaltbar, sodass die von früheren Versionen gewohnte Funktionalität aktiviert werden kann.

Kurvenanfasser vertikal fixieren

Das Verschieben von Kurvenanfassern in vertikaler Richtung ist nur mit gedrückter Taste [Alt] möglich.

Beim horizontalen Verschieben einzelner Anfasser von Licht- oder Tonhüllkurven, um deren Auf- oder Abblendzeit zu verändern, konnte es leicht zu einer gleichzeitigen (ungewollten) vertikalen Verschiebung kommen. Das brachte es mit sich, dass die entsprechende Kurve nicht mehr voll aufgeblendet war. Um das zu vermeiden, ist nun das gleichzeitige Festhalten der [Alt]-Taste notwenig, um eine vertikale Verschiebung zu ermöglichen.
Das Verhalten ist über „Einstellungen“ -> „Programmeinstellungen“ -> „Timeline-Editor und Pool“ umschaltbar, sodass die von früheren Versionen gewohnte Funktionalität aktiviert werden kann.

Hinweis: Die Taste [Alt] bewirkt zugleich, dass die Horizontal-Lupe aktiviert wird und damit entweder eine Verschiebung in vertikaler oder mit hoher Genauigkeit von 1/1000s in horizontaler Richtung möglich ist.

Countdown-Modus für die Timeline-Zeitanzeige

Die Anzeige der Timeline-Zeit kann in einen Countdown-Modus umgeschaltet werden, in dem während der Wiedergabe verbleibende Zeit bis zum letzten Objekt auf der Timeline angezeigt wird.

Per Kontextmenü oder Doppelklick in das Fenster mit der Darstellung der Timeline-Zeit (Locator- oder Bearbeitungszeitpunkt, Statusfenster des Zeitlineals) kann der Countdown-Modus aktiviert werden, der im Pause- oder Wiedergabemodus – anders als der Vortragszeit- oder Uhrzeit-Countdown – die noch verbleibende Zeit zwischen Locator und dem Ende der Timeline darstellt. Das ist unter anderem nützlich, um in einem laufenden Vortrag zu entscheiden, wie viel Zeit noch für Live-Kommentare bleibt, wenn die Timeline noch bis zum Ende laufen soll.

Neuer Menübefehl „Gehe zu...“

Über den neuen Menübefehl „Gehe zu...“ im Menü „Steuerung“ kann der Locator direkt auf eine definierte Position der Timeline gesetzt werden

Für die Navigation geben Sie zunächst die gewünschte Position ein. Durch das Betätigen der Enter-Taste oder Klick auf OK landet der Locator auf dieser Position, die Timeline wird bei Bedarf entsprechend gescrollt. Klicken Sie auf das Symbol „>>|“, bleibt das Formular geöffnet, um zum Beispiel eine Korrektur einzugeben.

Spur bearbeiten

Über einen Doppelklick in den leeren Bereich einer Spur der Timeline können deren Eigenschaften verändert werden.

Jede Timeline-Spur hat zumindest die Eigenschaft einer änderbaren Bezeichnung, die per Doppelklick in den leeren bereich oder alternativ über das Kontextmenü eingestellt werden kann. Spurbezeichnungen können hilfreich sein, wenn z.B. bestimmte Spuren der Übersicht und vor allem der Funktionalität und vereinfachten Bearbeitung halber für einen Anwendungszweck reserviert werden, wie beispielsweise „Bildunterschrift“ oder „Sprechertext“. Zu erweiterten Eigenschaften von Audiospuren siehe unter „Audioverarbeitung“ weiter oben.

Anzeige der Spureigenschaften

Durch Positionierung des Mauszeigers auf der linken Begrenzung einer Spur werden deren Eigenschaften (Bezeichnung und weitere Einstellung, soweit verfügbar) dargestellt.

Die Bezeichnung und ggf. weitere Einstellungen einer Spur innerhalb der Timeline können angezeigt werden, indem die Maus auf den Balken links neben der Spur positioniert wird. Alternativ reicht auch eine Positionierung im leeren Bereich einer Spur und das Halten der [Shift]-Taste (Großschreibung).

Anlegen neuer Prompter-Texte

Beim Anlegen neuer Prompter-Texte wird der enthaltene Standardtext gleich selektiert und der Eingabefocus entsprechend gesetzt.

Das Erzeugen neuer Prompter-Texte, ob für den Live-Vortrag oder als Hinweise und Arbeitsnotizen während der Produktion, erfolgt wahlweise durch einfach Mausklick in das Kommentarfenster. Dabei wird nun der im entsprechenden Werkzeug vordefinierte Text automatisch vollständig ausgewählt und der Eingabefocus auf das Kommentarfenster gesetzt, so dass unmittelbar mit der Texteingabe begonnen werden kann.

Timeline mit [Pos1]/[Home] horizontal oder vertikal auf Position 0 stellen

Das Drücken der Taste [Pos1] bzw. [Home] mit [Shift] setzt die Darstellung im Timeline-Editor auf die oberste Spur.

Die Taste [Pos1]/[Home] bewirkt im Normalfall das Rücksetzen des Locators ganz nach links auf den Beginn der Timeline. Durch gleichzeitiges Halten der Taste [Shift] (Großschreibung) wirkt die Verschiebung des dargestellten Ausschnitts in vertikaler Richtung, die oberste Spur wird also dadurch sichtbar.

Mausrad mit [Shift]+[Strg]([Ctrl]): Komponente unter Maus skalieren

Durch Festhalten von [Shift] und [Strg] (bzw. [Ctrl]) während der Betätigung des Mausrades werden die unter dem Mauszeiger befindlichen Spuren vertikal skaliert.

Die Betätigung des Mausrades im Timeline-Editor bewirkt entweder das Scrollen (mit [Shift] in vertikaler Richtung, sonst horizontal) oder das Zoomen in entsprechender Richtung, wenn zudem die Taste [Strg] (bzw. Ctrl]) gehalten wird. Im Zusammenspiel beider Sondertasten (also Zoom vertikal) bezieht sich die Ausführung nun auf die unter dem Mauszeiger befindliche Komponente.

Pos1 und Ende erstes und letztes belegtes Fach im Leuchtpult

Die Tasten [Pos1] ([Home]) bzw. [End] wählen das erste bzw. letzte Bild im Leuchtpult

Wenn das Leuchtpult aktiv ist, also den Eingabefocus besitzt, kann mit der Taste [Pos1] bzw. [Home] zum ersten und mit [End] zum letzten enthaltenen Medium navigiert werden, während in früheren Versionen das erste und letzte (meist leere) Bildfach angesteuert wurden.

Bild bearbeiten im Leuchtpult

Im Leuchtpult öffnet [Enter] ([Return]) das Eigenschaftsformular des Mediums, gleichzeitiges Drücken von [Strg] ([Ctrl]) ruft die externe Bildbearbeitung auf (derzeit noch nicht unter macOS)

Während die Taste [Enter] alleine die Eigenschaften des zuletzt im aktiven Leuchtpult selektierten Bildes öffnet, bewirkt das gleichzeitige Halten von [Strg] bzw. [Ctrl] das starten des mit dem entsprechenden Medientyp verknüpften externen Bearbeitungsprogramms. Siehe hierzu auch Registerkarte „Pfade und Anwendungen“ unter „Einstellungen“ -> „Programmeinstellungen“.

Verbesserung des erstmaligen Fensteraufbaus nach dem Laden

Nach dem Laden einer Show erfolgen beim erstmaligen Aufbau des Fensters weniger Darstellungszyklen

Aus technischen Gründen müssen zur exakten Wiederherstellung des Fensterlayouts nach dem Laden einer Show mehrere interne Darstellungszyklen durchlaufen werden. Eine Optimierung sorgt nun dafür, dass unnötige Darstellungen der Timeline-Inhalte dabei unterbunden werden, wodurch der Vorgang beschleunigt wurde.

Lizenzmanagement

Das Lizenzmanagement und damit die Aktivierung und der Umzug von Lizenzen zwischen Computern wurde erheblich vereinfacht

Die Neuinstallation und erste Inbetriebnahme von m.objects kann nun wahlweise lediglich durch Eingabe der Lizenznummer und eines 6-stelligen numerischen Lizenzschlüssels erfolgen, woraufhin der neue Lizenzserver die dafür gültigen Lizenzdaten einspielt (bei Dongle-Anwendern unter Windows nicht notwendig). Die Übermittlung einer Anforderungs-ID zum Erhalt des permanenten Aktivierungsschlüssels ist dadurch nicht mehr erforderlich. Auch der Umzug von Lizenzen zwischen verschiedenen Computern kann jederzeit durch den Anwender selbst erfolgen, indem bei Überschreitung der maximal zulässigen Anzahl alle bereits erfolgten Aktivierungen gelistet werden. Hier kann eine nicht mehr benötigte Aktivierung einfach widerrufen werden. Auch das gilt nicht für Dongle-Lizenzen, bei denen der Umzug ja einfach durch Umstecken des Dongles erfolgt.
Für alle Arten von Lizenzträgern (verschiedene Dongle-Typen, verschiedene Software-Aktivierungen) erfolgt die Einspielung der Aktivierungscodes für etwaige erworbene Updates und Upgrades durch den Lizenzserver, was den Vorgang nicht nur vereinfacht, sondern auch erheblich beschleunigt.

Für die vorstehenden Funktionen ist eine Internet-Verbindung erforderlich. Auf Geräten, auf denen grundsätzlich keine Verbindung zum Internet möglich oder erwünscht ist, kann die Freischaltung alternativ wie zuvor durch Eingabe der vollständigen Aktivierungsschlüssel erfolgen.

Umfassende Shortcut-Liste verfügbar

Eine umfassende Liste mit allen Tastatur-Shortcuts und Sondertasten steht zum Download bereit.

Durch das Halten der Sondertasten [Shift], [Strg] und [Alt] während der Arbeit können bestimmte Funktionen ausgelöst oder vereinfachte Zugänge zu Sonderfunktionen aktiviert werden. Zudem gibt es neben den frei belegbaren Tastenkürzeln (siehe „Einstellungen“ -> „Tasten / Fernbedienung“) einige fest definierte Tastatur-Shortcuts, welche insbesondere für die Anwender interessant sind, die häufig mit m.objects arbeiten. Eine vollständige Liste dieser Tastenkombinationen findet sich zum Download auf www.mobjects.com.

Neuerungen in X-2022 (gegenüber v9.5)

Intelligentes Einfügen von Medien (alle Ausbaustufen)

m.objects schafft beim Einfügen neuer Medien automatisch Platz und zieht falls notwenig folgende Inhalte automatisch auf benachbarte Spuren um. Dafür brauchen die einzufügenden Objekte lediglich auf den Bildwechsel an der gewünschten Einfügestelle gezogen zu werden. (Funktion umschaltbar)

Wesentliche Vorteile des Timeline-Editors von m.objects, nämlich dessen Übersichtlichkeit und Flexibilität, brachte bislang bisweilen eine aufwändigere Bedienung insbesondere beim nachträglichen Einfügen von Bildern und Videoclips mit sich. Ein neue Funktion zum intelligenten Einfügen einzelner oder auch mehrerer Medieninhalte vereinfacht die während der Produktion häufig anfallende Arbeit des Platz Schaffens und Umarrangierens enorm. Dabei spielt es keine Rolle, ob Inhalte aus dem Leuchtpult oder dem Explorer in die Timeline gezogen werden, oder ab Inhalte der Zwischenablage (Copy+Paste) oder auch selbst erstellte Makros verwendet werden. Die Handhabung ist denkbar einfach: Wird ein neues Medium oder mehrere genau auf den Übergang zwischen zwei vorhandenen Kurven gezogen, signalisiert der Editor mit der Darstellung eines entsprechenden Rahmens, dass die Einfügung an dieser Stelle möglich ist. Beim Loslassen der Maustaste wird an der gewünschten Stelle genau der benötigte Platz geschaffen, und die neuen Inhalte werden an der gewünschten Stelle eingefügt. Ein- und Ausblenddauer werden automatisch an die bestehende Sequenz angepasst, und falls dafür eine veränderte Spurzuordnung folgender Medien notwendig ist, werden so viele wie nötig dabei umarrangiert.

Abhängig von der Stellung des Schalters „Selektion in allen Komponenten“ ganz rechts in der Symbolleiste werden notwendige Verschiebungen in allen Komponenten (z.B. Sound, Kommentare, Zeitlineal etc.) durchgeführt.

Auch das Einfügen vor das erste oder Anhängen hinter das letzte Bild einer bestehenden Sequenz kann auf die selbe Weise erfolgen, indem die Platzierung entsprechend auf dessen erste Auf- oder letzt Abblendung erfolgt. Das Hinzufügen einzelner neuer Bilder auf diese Weise macht es somit auch überflüssig, Ab- und Aufblendung von Hand zu synchronisieren.

Diese Funktion kann in den Programmeinstellungen ganz oder durch Drücken der Taste Shift fallweise deaktiviert werden.

Spurzuordnung neu eingefügter Medien (alle Ausbaustufen)

Eine Stummschaltung von Spuren, um diese während der Einfügung neuer Bildsequenzen frei zu halten, ist nicht mehr notwendig. (Funktion umschaltbar)

Eine vereinfachte Zuordnung neu in die Timeline importierter Medien sorgt nun für eine wechselweise Verteilung auf 2 Spuren. Im Einfügemodus (s.o.) sind das stets die beiden zuletzt für einen Bildwechsel verwendeten Spuren, ansonsten zwei benachbarte Spuren unter Berücksichtigung einer etwaigen Stummschaltung.

Diese Funktion kann in den Programmeinstellungen ganz oder durch Drücken der Taste Alt fallweise umgeschaltet werden.

Intelligentes Löschen von Medien (alle Ausbaustufen)

m.objects schließt beim Löschen von Medien entstehende Lücken automatisch und zieht falls notwenig folgende Inhalte automatisch auf benachbarte Spuren um. (Funktion umschaltbar)

Ähnlich der Funktion zur Einfügung neuer Inhalte beherrscht m.objects nun auch eine smarte Lösung für das Löschen einzelner oder mehrerer aufeinander folgender Medien aus bestehenden Sequenzen. Ob hier nach dem Löschen automatisch eine Lücke geschlossen und folgende Objekte herangezogen werden, hängt vom Kontext ab: Die Löschung eines über eine Bildsequenz oder ein Video gelegten Titels führt also nicht zu einer ungewollten Verkürzung, ebenso wenig das Entfernen einer Bildkurve, für die weder links noch rechts ein direkter Anschluss an andere Kurven erkennbar war.

Auch hier wird bei Bedarf das Umarrangieren folgender Kurven sowie eine Anpassung der Auf- und Abblendzeiten (sofern sinnvoll) automatisch vorgenommen.

Diese Funktion kann in den Programmeinstellungen ganz oder durch Drücken der Taste Shift fallweise deaktiviert werden.

Stabilisierung von Videos (ab m.objects live)

Verwackelte Videoclips oder Ausschnitte daraus können nun direkt aus der Timeline von m.objects heraus stabilisiert werden. Dafür dient der gleichnamige Assistent, der auch über Alt+9 aufgerufen werden kann.

Eine leistungsfähige Funktion zur Stabilisierung von verwackelten Videoclips steht nun direkt aus der m.objects Timeline zur Verfügung. Sie ist über einen neuen Assistenten realisiert, der wahlweise auch auf eine Auswahl mehrerer Videoclips angewendet werden kann. Aufgrund des hohen Rechenaufwandes für diesen Vorgang kann dieser nicht in Echtzeit erfolgen. Das Originalvideo bleibt dafür unangetastet, und das stabilisierte Ergebnis wird in einen vom Anwender wählbaren Ordner gespeichert. Per Vorgabe handelt es sich um den Ordner „stabilized“ innerhalb des „Video“-Unterverzeichnisses der aktuellen Produktion.

Ein großer Vorteil der Nutzung direkt aus m.objects heraus ist der Umstand, dass die ausgewählten Videoclips im selben Lauf gleich verlustfrei auf den auf der Timeline tatsächlich verwendeten Ausschnitt getrimmt werden. Dadurch dauert der Vorgang einerseits nicht unnötig lange, und andererseits wird der für das Stabilisieren zwingend notwendige Zoom auf das Maß reduziert, das den ungewollten Kamerabewegungen innerhalb dieses Ausschnitts entspricht.

Die Glättung der Bewegungen ist in Form eines Zeitfensters zwischen 0,2 und 10 Sekunden einstellbar. So ist es möglich, entweder eine sehr glatte Bewegung zu erreichen, oder aber nur sehr schnelle Wackler herauszufiltern, um z.B. nicht den Charakter einer schnellen Action-Sequenz zu zerstören. Zudem kann wahlweise eine Rotation der Inhalte zum Ausgleich des versehentlichen Kippens der Kamera erlaubt werden. Wird zudem ein dynamischer Zoom erlaubt, so wird der notwendige Zoom in Bereichen langsam zurückgenommen, in denen die Aufnahme weniger verwackelt ist.

Ist die Option „Exporteinstellungen für jeden Clip automatisch bestimmen“ gewählt, so wird das Ergebnis der Stabilisierung mit Parametern wie (Codec, Bitrate etc.) codiert und geschrieben, die dem Quellvideo entnommen wurden. Bei deaktivierter Option erscheint das vom Videoexport H.264/H.265 bekannte Formular, das bestimmte Änderungen wie Containertyp, Kompression und Bitrate zulässt, und alle ausgewählten Videoclips werden mit diesen Einstellungen geschrieben. Eine Beeinflussung von Auflösung, Seitenverhältnis und Framerate ist hier nicht sinnvoll, daher sind diese Eingabefelder deaktiviert.

Hinweis: Der Ausgleich schneller Kamerabewegungen in Aufnahmen, die aus Kameras mit Rolling Shutter (zeilenweises Auslesen des Sensors) stammen, kann je nach Motiv, Belichtungszeit und Ausleseintervall zu geometrischen Verzerrungen führen. Diese sind zwar schon im Originalvideo vorhanden, werden jedoch in der stabilisierten Version in Form eines „Waberns“ von Bildteilen mehr oder weniger auffällig. Abhilfe gegen diesen Effekt schafft die Aufnahme mit kürzerer Shutter-Zeit (z.B. auch höherer Framerate) oder natürlich die Aufnahme mit einer Kamera mit Global Shutter.

Echtzeit-Nachbearbeitung (Post Processing) (ab m.objects live)

Eine Anpassung von Helligkeitsverteilung, Farbdarstellung und Darstellungsschärfe der gesamten Präsentation kann nun jederzeit erfolgen und ist sofort aktiv. Die entsprechende Registerkarte findet sich in den Leinwandeinstellungen.

Die veraltete Form der Nachbearbeitung, die sich in den Leinwandeinstellungen vorheriger Versionen fand, ließ nicht nur einige Einstellungen vermissen, sie bezog sich zudem nur auf Standbilder und erforderte nach jeder Einstellungsänderung eine gewisse Zeit für die notwendige Neuberechnung der Texturen.

Diese Funktion wurde nun ersetzt durch eine weitaus leistungsfähigere Echtzeit-Nachbearbeitung, die alle aus dem Dynamikobjekt „Bild-/Videoverarbeitung“ bekannten Einstellungen bietet und alle Inhalte gleichermaßen erfasst. Sie bietet einerseits eine überlegene Möglichkeit zur Schärfung sowie für die kreative Erstellung des gewünschten Looks der gesamten Präsentation, inklusive der Anwendung von Kreativ-LUTs (Look-Up-Tables). Andererseits ist sie ideal zur Korrektur von Darstellungsfehlern auf Wiedergabegeräten mit unzulänglich eingestellter Farbwiedergabe oder zur Verhinderung des „Absaufens“ der Tiefen während der Präsentation unter ungünstigen Fremdlichtbedingungen (Gamma).

Neue und verbesserte Schnittfunktionen (alle Ausbaustufen)

Ein Schnitt von Videoclips und ggf. verbundenem Audiomaterial an der Locatorposition – inklusive allen notwendigen Anpassungen und Gruppierungen – ist per Tastendruck Ctrl+K verfügbar.

Der Schnitt von Video- und Audiomaterial wurde stark vereinfacht und um die Möglichkeit, auch Standbilder zu teilen, erweitert. Nebenbei wurde die Benennung der entsprechenden Einträge im Kontextmenü von „Sample teilen“ und „Video teilen“ geändert in „Audio schneiden“ und „Video schneiden“.

Grundsätzlich werden nun beim Schneiden von Medien automatisch alle im geschnittenen Objekt verwendeten Dynamikobjekte wie z.B. Bildfelder, Zoom und Bild-/Videoverarbeitung entsprechend auch im neu entstehenden Teilstück angelegt.

Neu hinzugekommen ist die Funktion „Medium bei Locator schneiden“, die universell zum Schnitt aller Inhalte an der aktuellen Position des Locators verwendet werden kann. Diese ist über den Tastatur-Shortcut Strg+K sowie über das Kontextmenü erreichbar. Wenn zuvor eine spezifische Auswahl von Medien an der Locatorposition getroffen wurde, so werden alle diese Medien – das können Videoclips, Audioclips oder Fotos und Texte sein – geschnitten. Ohne zuvor eine Auswahl getroffen zu haben werden Videoclips an der Locatorposition geschnitten, und wenn damit gruppierter Ton existiert, auch dieser. Dabei werden automatisch Gruppierungen erzeugt, die natürlich zur Erstellung von L-Cuts (nachlaufender Ton) oder J-Cuts (vorlaufender Ton) aufgelöst werden können.

Wird während des Aufrufs der Funktion „Medium bei Locator schneiden“ zusätzlich die Shift-Taste gehalten, erfolgt der Schnitt aller Medien an der Locatorposition, was zum exakten Heraustrennen von Ausschnitten aus einer gesamten Produktion dienen kann. Dabei entscheidet die Stellung des Schalters „Selektion in allen Komponenten“ ganz rechts in der Symbolleiste, ob die Funktion innerhalb aller Komponenten oder nur in der aktiven Komponente erfolgt.

Assistent zur Timing-Anpassung mit Expertenmodus (alle Ausbaustufen)

Die zeitliche Skalierung von Bildsequenzen kann im Expertenmodus wahlweise ohne Beeinflussung folgender Objekte und differenziert für Ein- und Ausblendzeiten erfolgen.

Der Assistent „Timing stauchen/dehnen oder vereinheitlichen“ sorgt im Normalfall dafür, dass nachfolgende Bereiche der Produktion automatisch an das nach den Vorgaben veränderte Timing angepasst werden.

Für spezielle Fälle kann es sinnvoll sein, eine Skalierung ohne Verschiebung nachfolgender Bereiche durchzuführen. Wird die Option „Expertenmodus“ des Assistenten aktiviert, kann die Anpassung von Folgeobjekten abgeschaltet werden. In diesem Modus ist sogar die verbundene Behandlung der selektierten Bilder als Bildsequenz abschaltbar, sodass jedes Objekt seine Startposition behält und für sich modifiziert wird. Auch lässt sich dann eine gezielte Beeinflussung nur der Auf- oder der Abblendzeit vorwählen.

Schnellauswahl von Objekten des selben Typs (alle Ausbaustufen)

Objekte eines bestimmten Typs (z.B. Zoom, Bild-/Videoverarbeitung) können gezielt mittels gehaltener Taste Alt zur Bearbeitung selektiert werden.

Für alle Arten der Selektion eines Bereichs auf der Timeline, also für die Lasso-Funktion wie auch für die Funktionen zur Auswahl aller, der links oder der rechts liegenden Objekte, kann die Auswahl nun durch halten der Taste Alt auf einen bestimmten Objekttyp eingeschränkt werden. Dabei bestimmt entweder das zuletzt davor angeklickte Timeline-Objekt oder das zuletzt gewählte Werkzeug im Werkzeugfenster den zu selektierenden Typ. Um zum Beispiel alle dynamischen Schattenobjekte in einem Bereich zu entfernen oder zu verschieben, kann zunächst das Werkzeug „Schatten/Schein“ angeklickt und danach mit gedrückter Taste Alt der gewünschte Bereich mit der Maus aufgezogen werden.

Verbleib von Timeline gelöschter Medien einstellbar (alle Ausbaustufen)

In der neuen Registerkarte „Timeline-Editor und Pool“ ist nun getrennt für die Medientypen Standbild, Video, Text und Audioclip einstellbar, ab von der Timeline gelöschte Objekte auf das Leuchtpult zurückgelegt werden bzw. im Audiopool verbleiben sollen.

Bildmischung für importierte Objekte vorab einstellbar (alle Ausbaustufen)

In den Eigenschaften des Makros „*Standard““, das für die Eigenschaften neu hinzugefügter visueller Medien zuständig ist, kann nun für Bilder und Videoclips separat vorgewählt werden, ob die überlappende oder additive Bildmischung genutzt werden soll. Selbstverständlich kann dieser Modus wie gewohnt auch nach der Einfügung für einzelne oder mehrere Bilder zugleich jederzeit umgeschaltet werden.

Zur grundsätzlichen Einfügung von Bildern im überlappenden Modus ist nur in Ausnahmefällen zu raten, da die Handhabung von Überblendungen so insbesondere bei einer veränderten Zuordnung der Spuren erschwert werden kann. Die Einfügung von Videoclips im additiven Modus (Default ist hier überlappend) kann die Arbeit mit Blenden an den Schnittpositionen vereinfachen.

Neue Statusanzeige während Videoimport (alle Ausbaustufen)

Der erstmalige Import von Videodateien erfolgt nun zweistufig: Zunächst wird der Status der Analyse der neuen Videos signalisiert, und erst nach deren Abschluss erfolgt das Platzieren der Inhalte per Mausklick. So wird vermieden, dass während der noch stattfindenden Analyse und noch ohne exakte Informationen über die effektive Spieldauer der Videoclips eine Platzierung erfolgen kann.

Unter macOS und Windows einsetzbar

Während der Einsatz von m.objects zuvor stets das Vorhandensein eines Windows-Betriebssystems vorausgesetzt hat, ist es nun alternativ auch unmittelbar unter macOS (64-Bit-Umgebung) startbar. Geeignet sind dabei alle Systeme ab macOS 10.13 (High Sierra) bis zu dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuellen 12.4 (Monterey). Dabei können gleichermaßen Intel- wie auch M1-Prozessoren (Apple Silicon) zum Einsatz kommen. Modernste Software-Technologie und in hoher Optimierungsgrad des gesamten Render-Moduls von m.objects sorgen dafür, dass Animationen auch auf weniger leistungsfähigen Systemen seidenweich ablaufen. Es ist jedoch zu bedenken, dass bei hoher Komplexität mit zahlreichen zugleich ablaufenden grafischen Effekten sowie mit zunehmender Auflösung und Framerate von Videomaterial naturgemäß die Ansprüche an die Grafikkarte sowie den Prozessor steigen.

Die dauerhafte Aktivierung der Software-Lizenz erfolgt unter macOS immer und unter Windows wahlweise mittels eines Aktivierungscodes. Die Aktivierung und Nutzung einer Lizenz durch den Lizenznehmer kann auf zwei unabhängigen Systemen erfolgen. Unter Windows kann nach wie vor wahlweise alternativ ein USB-Dongle verwendet werden.

Produktionen sind auf beiden Plattformen zu 100% kompatibel, also können bestehende Projekte zwischen den beiden Plattformen übertragen werden. Dabei verhält sich m.objects stets abwärts-kompatibel, d.h. mit einer bestimmten Version von m.objects können ausnahmslos alle Produktionen geladen werden, die mit der selben oder einer älteren Version gespeichert wurden. Es empfiehlt sich also, auf den genutzten Systemen (z.B. Produktionsrechner und Wiedergabe-Notebook) jeweils mit der selben Programmversion zu arbeiten.

m.objects X bietet auch unter macOS extensive Unterstützung für Drag&Drop, so dass die Integration von Medien in Produktionen in der Regel direkt aus dem Finder oder anderen Programmfenstern heraus erfolgt. Wenn dennoch einmal die Handhabung von Dateien direkt aus m.objects heraus notwenig sein sollte, gilt zunächst: Hinter der Laufwerkskennung „M:“ verbergen sich alle Speicherorte, die Sie von Ihrem Mac kennen. Dieses wird im Zuge der Weiterentwicklung von m.objects zugunsten der dort üblichen Benennung der Massenspeicher angepasst.

Weitere Verbesserungen

Über 120 weitere Verbesserungen, Optimierungen und Fehlerbereinigungen sind eingeflossen, um die Performance, die Stabilität und das Nutzererlebnis bei der Arbeit mit m.objects noch weiter zu verbessern. Für folgende Updates (nach Build 2561) finden Sie detaillierte Infos dazu weiter unten im Abschnitt „Verbesserungen und Fehlerbehebungen“.

Neuerungen in v9.5 (gegenüber v9.0)

Arbeitsoberfläche: Titeleditor

Der Titeleditor von m.objects wurde in drei wesentlichen Punkten verbessert:

Die Vorgabe einer definierten Schriftgröße, die ja in der Timeline stets über das Bildfeld gesteuert wird, ist nun direkt im Titeleditor möglich. Die Vorgabe erfolgt in Prozent bezogen auf die Gesamthöhe der Präsentation. Dadurch ist auch die Einhaltung einer einheitlichen Größe für ein- oder mehrzeilige Textelemente gegeben, wobei m.objects sich um das Anlegen bzw. die Einstellung des Bildfeldes kümmert. Per MultiEdit (Auswahl mehrerer Textelemente zugleich) lassen sich Veränderungen auf zahlreiche Titel zugleich anwenden.

Neben den schon zuvor verfügbaren Ausrichtungsoptionen linksbündig, zentriert und rechtsbündig gibt es nun die neue Option Blocksatz. Diese Modi beziehen sich nur auf die Ausrichtung der Zeilen mehrzeiliger Textelemente zueinander. Um zudem auch einfacher als bisher über mehrere unterschiedlich lange Texte absolut links- oder rechtsbündig auf der Leinwand positionieren zu können, wurden diese Modi ergänzt durch linksbündig (im Bildfeld) und rechtsbündig (im Bildfeld). In diesen Modi übernimmt m.objects automatisch bei Bedarf das Anlegen entsprechender Zoom-Objekte auf der Timeline.

Es ist nun möglich, die Formatierung innerhalb eines einzelnen Textelements zu variieren. Das betrifft den Schriftschnitt (fett, kursiv) ebenso wie die Farbe und sogar die verwendete Schriftart. Ein wie bisher einfach eingetragener Text erhält die im Formular vorgewählte Standardformatierung. Für einen Formatwechsel wählen Sie einen beliebigen Teil des geschriebenen Textes aus und verändern Sie Schriftart, Schriftschnitt oder Farbe. Diese Änderung wird nun lediglich auf den ausgewählten Teil angewendet. Eine erneute Änderung eines diese Parameter ohne ausgewählten Text verändert danach nur die Zeichen, die zuvor keine gesonderte Formatierung erhalten haben. Wird der komplette Text ausgewählt und eine Änderung durchgeführt, so werden alle zuvor geänderten Einstellungen dieser Art (z.B. Farbe) wieder zurückgesetzt.

Arbeitsoberfläche: Werkzeugfenster

Das Werkzeugfenster als eines der zentralen Elemente während der Bearbeitung ist in der Darstellung flexibler und in der Anwendung erneut leistungsfähiger geworden. Es kann nun über sein Kontextmenü zwischen der mit m.objects v9.0 eingeführten vertikalen Baumstruktur und einer klassischen Listendarstellung umgeschaltet werden, wobei die Listendarstellung mehrspaltig mit variabler Spaltenbreite ausgelegt werden kann. So ist auch wahlweise ein horizontales Layout des Fensters sinnvoll nutzbar.

Durch die Definition von Favoriten können nun die am häufigsten benötigten Werkzeuge allen anderen vorangestellt werden. Wenn allgemein verfügbare Werkzeuge wie z.B. Zoom oder Wartemarke als Favorit definiert werden, gilt das automatisch für alle Shows, während der Favoritenstatus individueller Werkzeuge wie Makros oder Audiomedien auf die aktuelle Show bezogen gespeichert wird.

Für die Bearbeitung von Bildspuren steht nun neben dem Makro *Standard immer auch ein weiteres namens *Textelement zur Verfügung. Dieses kann alternativ zum Kommando Textelement einfügen aus dem Kontextmenü der Bildspuren zum Einfügen von Titeln verwendet werden.

Arbeitsoberfläche: Sichtbarkeit von Bedienelementen

Für alle in die Oberfläche eindockbaren Fensterelemente (Leuchtpult, Zeitfenster, Referentenvorschau, Audio-Summenpegel und weitere) ist nun über das jeweilige Kontextmenü einstellbar, ob diese nur während der Bearbeitung, während der Wiedergabe oder immer sichtbar sein sollen. Das ermöglicht eine automatische Umschaltung der Arbeitsoberfläche. So können zum Beispiel Leuchtpult und Werkzeugfenster, die während der laufenden Wiedergabe im Regelfall nicht benötigt werden, automatisch beim Start der Wiedergabe Platz für die Referentenvorschau machen. Die Leinwand und das Kommentarfenster sind davon nicht betroffen, da die Sichtbarkeit und ggf. Position hier ja über andere, bewährte Mechanismen gesteuert wird. Sehen Sie dazu auch unter den Neuerungen bezüglich „Live-Vortrag“ weiter unten.

Arbeitsoberfläche: Fensterlayout laden/speichern

Alle Einstellungen bezüglich der Sichtbarkeit, Anordnung und Konfiguration von Elementen der m.objects Arbeitsoberfläche können nun über entsprechende Befehle des Menüs Datei gespeichert und bei Bedarf geladen werden. Dadurch ist ein einfacher Wechsel aller Fenster-Einstellungen zwischen Produktions- und Vortragsbetrieb oder für die Arbeit am großen Multimonitorsystem bzw. am Notebook sekundenschnell möglich. Auch kann mit dieser Funktion eine exakt für die eigenen Erfordernisse angepasste Arbeitsumgebung ganz einfach auf andere Produktionen übertragen werden.

Arbeitsoberfläche: Video-Vorschaudaten

Die Erstellung von Vorschaudaten für Videodateien ist für den komfortablen und frame-genauen Videoschnitt in m.objects von Bedeutung. Da diese jedoch je nach Codierung, Auflösung und Spieldauer des Clips mitunter einige Zeit in Anspruch nimmt, erfolgt die Generierung nun automatisch im Hintergrund, während Sie bereits weiter an der Produktion arbeiten können. Zunächst wird für neu integrierte Videoclips als Vorschaubild nur der erste Frame angezeigt. Ist die Erzeugung der Vorschaudaten abgeschlossen, so erfolgt die Aktualisierung der Darstellung automatisch.

Zudem ist der Prozess der Erstellung selbst deutlich beschleunigt worden. Insbesondere profitiert nun auch er – wie die Wiedergabe auch – von einer etwaigen Hardwareunterstützung der Videoverarbeitung durch die Grafikkarte, so dass es auf geeigneter Hardware währenddessen nicht mehr zu einer hohen CPU-Last und den damit verbundenen Lüftergeräuschen kommt.

Arbeitsoberfläche: Assistenten

Alle wichtigen Assistenten aus dem entsprechenden Untermenü unter Bearbeiten bzw. des Kontextmenüs sind nun alternativ auch über Tastendruck (Strg F1 und weitere) erreichbar. Die gültigen Tastatur-Shortcuts erkennen Sie wie alle fest zugeordneten Tastenkürzel direkt am rechten Rand des entsprechenden Menüs.

Insbesondere der Assistent Timing stauchen/dehnen oder vereinheitlichen wurde im Hinblick auf eine möglichst einfache Eingabe und Bestätigung überarbeitet. Dabei merkt er sich auch den zuletzt verwendeten Modus und die dazugehörigen Werte, soweit es sinnvoll ist.

Live-Vortrag: Referentenvorschau (ab m.objects live)

In der Referentenvorschau kann nun wahlweise statt der Anzeige des Vorschaubildes-Bildes (Proxy) an der aktuellen Locatorposition auch das komplette aktuelle Live-Bild des Screen wiedergegeben werden. Dadurch ist eine dem Publikum zugewandte Vortragsweise komfortabler durchführbar. Da diese Funktion zusätzliche Grafikleistung benötigt, sollte vor der öffentlichen Präsentation sichergestellt werden, dass Ihre Hardware auch bei zusätzlicher Anzeige des Live-Bildes im Vollbildmodus (erweiterter Desktop) genügend Leistung für einen flüssigen Ablauf bietet.

Zudem sind nun über das Kontextmenü verschiedene Kombinationen von Live- und/oder Vorschaubildern zur Anzeige wählbar.

Da insbesondere im Bezug auf das folgende Bild nicht die Anzeige jedes auf der Timeline abgelegten Objekts sinnvoll ist, kann man nun durch Klick in das kleine Quadrat oben links innerhalb der Vorschau auf der Timeline die Anzeige in der Referentenvorschau unterdrücken. Sind dabei zugleich mehrere Lichtkurven vollständig ausgewählt, erfolgt die Umschaltung zugleich für alle enthaltenen Medien. Zudem wurde die durch m.objects getroffene automatische Auswahl des anzuzeigenden Folgebildes verbessert.

Live-Vortrag: Kommentare / Prompter (ab m.objects live)

Das Anlegen von Prompter-Texten (in m.objects Kommentare genannt) ist nun stark vereinfacht. Nach Mausklick in das geöffnete Kommentarfenster kann unmittelbar die Eingabe eines Kommentars erfolgen, denn m.objects legt bei Bedarf automatisch eine Kommentarspur an und legt ein entsprechendes Objekt an der Locatorposition darauf ab.

Eine über das Kontextmenü aktivierbare automatische Skalierung sorgt dafür, dass unabhängig von der Größe des Kommentarfensters stets eine optimale Lesbarkeit des gesamten eingegebenen Textes gewährleistet ist. Wahlweise kann stattdessen auch eine feste Skalierung manuell vorgegeben werden.

Live-Vortrag: Zustandsanzeige (ab m.objects live)

Wenn m.objects während der Wiedergabe auf eine Wartemarke trifft, wird das durch Blinken der Zeitfenster verdeutlich. Dadurch ist dieser Zustand auch mit einem gewissen Abstand zum Display deutlich erkennbar.

Ebenso macht das Summenpegel-Fenster (Statusfenster der Tonkomponente) den aktuellen Status einer live erfolgten Lautstärkeabsenkung, des sogenannten Ducking, durch eine veränderte Farbgebung deutlich.

Im Gegensatz zu älteren Versionen erfasst m.objects v9.5 nun auch das aktuelle Signal von asynchronen Tonpassagen im angezeigten Summenpegel.

Live-Vortrag: Zustand setzen (ab m.objects live)

Sofern es bestimmte Positionen innerhalb des Vortrages gibt, an denen eine ggf. zuvor live erfolgte Lautstärkeabsenkung immer deaktiviert sein sollte, können Sie nun das programmatisch das Ducking per Einzelmarke abschalten.

Ähnliches gilt für die Vortragszeit, die Sie nun an gewünschten Positionen per Einzelmarke gezielt zurücksetzen können. Das kann zwischen einem Trailer zum Einlass und dem Beginn des eigentlichen Vortrags oder aber zwischen einzelnen Teilen eines Vortrages nützlich sein.

Live-Vortrag: EXE-Datei (ab m.objects live)

EXE-Dateien (Export in Verzeichnis) beherrschen nun auch die Wiedergabe von asynchronem Ton wie aus der Timeline gewohnt. Ebenso wird nun die Ducking-Funktion zur live durchgeführten temporären Absenkung der Lautstärke unterstützt. Dadurch sind Präsentationsdateien noch universeller einsetzbar und bieten sich für viele Vortragsszenarien als Alternative zur Verwendung eines eigenen Computers an.

allgemein: Optimierungen

Grundsätzlich gilt für das Update auf v9.5: Durch zahlreiche interne Optimierungen sind die Anforderungen an die Computer-Hardware gegenüber vorhergehenden Versionen teilweise sogar geringer. Das betrifft insbesondere ein effektiveres Speichermanagement beim Einsatz von besonders hoch aufgelösten Bildern und UHD-Videos, die auf zahlreichen Bildspuren arrangiert sind.

allgemein: Dokumentation

Die vollständige Dokumentation liegt nun auch aktualisiert in englischer Sprache vor. Diese ist nach Umschaltung der Oberfläche auf englische, französische, italienische oder holländische Sprache auch direkt im Hilfe-Menü aufrufbar.

Kleinere Verbesserungen, Optimierungen und Fehlerbehebungen finden Sie weiter unten im Text.

Neuerungen in v9.0 (gegenüber v8.1)

Arbeitsoberfläche: Timeline

Nicht nur das Design der bewährten m.objects Arbeitsoberfläche wurde leicht verändert, sondern auch dessen Funktionalität. Auffällig ist zunächst, dass die Farbe der sog. Lichtkurven, also der Auf/Abblendkurven der eingesetzten visuellen Medien wie Bilder, Texte und Videos, anders dargestellt werden. Diese erscheinen nun je nach Modus der Bildmischung in einem dunklen gelblichen (additiv), grünlichen (überlappend) oder grauen (Maskierung) Ton, der auf einen Blick erkennen lässt, wie eine Montage oder eine Überblendung aufgebaut ist. Die Farbcodierung ist also angelehnt an die seit vielen vorherigen Versionen bekannte Farbdarstellung des linken Endes des Balkens unterhalb der Lichtkurve.

Die Darstellung von Videoclips auf der Timeline kann nun wahlweise so eingestellt werden, dass nur der erste und der letzte Frame des jeweils sichtbaren Ausschnitts innerhalb der Lichtkurve angezeigt wird. Auch in diesem Modus ist selbstverständlich verzögerungsfreie Anzeige des Frames an der exakten Position des Mauszeigers mittels gedrückter Shift-Taste (Großschreibtaste) verfügbar. Die Umschaltung des Darstellungsmodus erfolgt über das Formular Einstellungen / Programmeinstellungen.

Arbeitsoberfläche: Werkzeugfenster

Das Werkzeugfenster wurde modernisiert und bietet nun eine weitaus übersichtlichere hierarchische Darstellung der verfügbaren Werkzeuge. Makros, Dynamikwerkzeuge und Mediendateien liegen nun in separaten Zweigen innerhalb einer Baumstruktur, die auch einzeln auf- und zugeklappt werden können. Ebenfalls in das Werkzeugfenster aufgenommen wurden nun Blenden sowie Toneffekte, die zuvor nur über Formulare oder Kontextmenüs erreichbar waren. Wie viele andere Werkzeuge können auch diese nun mit gedrückter Maustaste in den Showeditor gezogen werden.

Für alle Werkzeuge, die in die Timeline gezogen werden können, wird nun währenddessen das Werkzeugsymbol am Mauszeiger mitgeführt.

Videoexport: Format H.265 (HEVC)

Der Export in einem MP4-Format (Container MP4, MOV oder MKV) kann nun wahlweise auch nach dem modernen H.265-Standard (auch HEVC genannt) erfolgen. In diesem Zusammenhang wurde das entspr. Formular überarbeitet. Eine erweiterte Liste mit sinnvollen Vereinstellungen (Presets) ist nun zuoberst dargestellt, die Kompressionsparameter werden unterhalb der allgemeinen Einstellungen angeboten.

Die manuelle Auswahl eine Profils sowie der Kompressionseffizienz entfällt zugunsten einer zum jeweiligen Kompressionsstandard konformen automatischen Auswahl durch den Videogenerator.

Videoexport: Hardwarebeschleunigung

Für den Export in einem MP4-Format (Container MP4, MOV oder MKV, Kompression nach H.264 oder H.265/HEVC) kann nun eine ggf. verfügbare Hardwarebeschleunigung aktiviert werden, die den Vorgang je nach Exportparametern um den Faktor 4 bis 10 beschleunigen kann. Je nach verfügbarer Hardware sind dort unterschiedliche Modi für moderne NVidia-, AMD- oder Intel-Grafiksysteme oder aber das klassische, CPU-basierte Verfahren wählbar. Für die Nutzung der Hardwarebeschleunigung eines entsprechenden Grafikchips ist unter Umständen die Installation eines aktuellen Grafiktreibers zu empfehlen.

Wenn der Vorgang des Videoexports trotz aktueller Grafiktreiber nicht korrekt anläuft bzw. frühzeitig abbricht, wurde eine nicht verfügbare Hardwarebeschleunigung gewählt. Probieren Sie es dann erneut mit einer anderen Einstellung. Die Modi mit der Bezeichnung „CPU ...“ funktionieren auf allen PCs.

Videoexport: Auswahl exportieren

Ähnlich wie bei Tonpassagen können nun auch einfach ausgewählte Teile des visuellen Arrangements exportiert werden. Dafür wird eine Selektion von Objekten – z.B. per Maustaste oder mittels der Lasso-Funktion – getroffen und dann über das Kontextmenü eines der selektierten Objekte Video exportieren (nur Auswahl) aufgerufen. Diese Form des Exports erfolgt immer in einem modernen MP4-Format, dessen Einstellungen im folgenden Schritt vorgenommen werden können.

Diese Funktion kann unter anderem sehr gut eingesetzt werden, um aus besonders komplexen und/oder leistungskritischen Teilen einer Produktion (aufwändige Animationen, Zeitraffer, extrem hochaufgelöstes Videomaterial) eine neue und weniger leistungshungrige Videodatei zu erstellen und den entsprechenden Bereich anschließend durch diese zu ersetzen.

m.objects schlägt vor, solche Exporte in einem Unterverzeichnis mit der Bezeichnung exported innerhalb des Videoverzeichnisses des aktuellen Projekts zu speichern. Von dieser Vorgabe können Sie jedoch wahlweise durch Auswahl eines anderen Ziels abweichen.

Screenshot-Funktion

Ein Abbild des aktuellen Leinwandinhaltes kann nun mittels Print-/Druck-Taste auf der Tastatur in wählbarer Auflösung direkt als Bild gespeichert werden. So können reizvolle Montagen auch in Auflösungen bereitgestellt werden, die über die eingestellte Auflösung der Leinwand hinausgehen, sofern die verwendeten Inhalte über eine hinreichende Auflösung verfügen. Abbildungen markanter Inhalte sind hiermit also sehr einfach für Flyer und Plakate, Homepages, Video-Uploads und ähnliche Zwecke zu generieren.

Framegenaues und verlustfreies Video-Trimming

Oftmals werden in Präsentation nur kleine Ausschnitte aus Videoclips gewählt, während deren gesamte Spieldauer weitaus größer ist. Da m.objects stets non-destruktiv arbeitet, behalten die hinterlegten Dateien eine entsprechend großes Dateivolumen bei. Mittels eines neuen Assistenten ist es nun möglich, ausgewählte oder auch alle Videos auf das innerhalb der Produktion tatsächlich verwendete Maß einzukürzen (zu trimmen), wodurch das Datenvolumen des verwendeten Quellmaterials natürlich in vielen Fällen drastisch reduziert werden kann. Da m.objects diese Arbeit ohne Neukompression erledigt, erfolgt der Vorgang sehr schnell und ohne jeden qualitativen Verlust.

Wahlweise werden die bis dato eingesetzten Videoclips dabei automatisch und framegenau durch deren gekürzte Version ersetzt. Innerhalb des Assistenten können Sie außerdem definieren, wie viel Reserve am Anfang und am Ende der jeweiligen Ausschnitte erhalten bleiben soll, so dass spätere kleine Änderungen auf der Timeline problemlos durchgeführt werden können.

m.objects legt die gekürzten Videos in einem Unterverzeichnis mit der Bezeichnung trimmed innerhalb des Videoverzeichnisses des aktuellen Projekts an. Um nach dem Trimmen ein insgesamt verschlanktes Projektverzeichnis zu erhalten, kann anschließend ein Export über die Mediendateiverwaltung durchgeführt werden.

Weißabgleich (ab m.objects live)

Das Angleichen der Farbtemperatur von Bild- und Videomaterial aus unterschiedlich eingestellten Kameras bedarf nun nur noch weniger Mausklicks. Es wird dafür das Werkzeug Bild-/Videoverarbeitung aus dem Werkzeugfenster in das gewünschte Medium gezogen, um danach mittels der Pipette unterhalb von Weißabgleich einen Punkt aus der Leinwand zu wählen, der bei korrekter Farbdarstellung hätte farblich neutral (z.B. grau oder weiß) erscheinen sollen. Unmittelbar nach dem Anklicken wird er das auch, wobei alle anderen Farben entsprechend korrigiert werden. Es empfiehlt sich, hierfür einen nicht zu dunklen Neutralpunkt zu definieren, um eine genauere Korrektur zu ermöglichen.

Statt der Pipette kann selbstverständlich auch der klassische Farbwähler zur Definition des Neutralpunktes verwendet werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass stark gesättigte Farbtöne für einen Weißabgleich ungeeignet sind. Für gezielte Effekte können jedoch auch solche sinnvoll eingesetzt werden.

Da diese Funktion auch dynamisch verwendet werden kann, ist sie sogar geeignet, um einen ungewollt während einer laufenden Videoaufnahme durch die Kamera nachgeführten Weißabgleich zu kompensieren.

Color-Grading mit LUTs

Die Idee hinter dem Color-Grading mittels sogenannter Lookup-Tables (LUTs) ist überwiegend aus dem Arbeitumfeld kreativer Filmemacher bekannt. Kurz gesagt, handelt es sich dabei um die Anwendung komplexer Farbgebung und Tonwerte betreffender Operationen, die beispielsweise einen bestimmten Bildlook und damit die gewünschte Atmosphäre erzeugen. Diese komplexen Operatoren werden in Form von LUTs definiert, die als Dateien vorliegen. Neben kostenpflichtig angebotenen LUTs wird im Internet eine Vielzahl kostenloser geeigneter Dateien angeboten, deren Einsatz nun auch direkt innerhalb von m.objects möglich ist. LUTs werden in der m.objects-Timeline dem jeweiligen Medium (oder zahlreichen zugleich ausgewählten) zugewiesen. Das ist sogar innerhalb von m.objects basic möglich. Ab m.objects live kann die Wirkung einer solchen LUT stufenlos und sogar dynamisch über das Werkzeug Bild-/Videoverarbeitung geregelt werden.

Video frameweise vor/zurück

Während der Arbeit mit der Timeline haben die Pfeiltasten (Cursortasten <- und ->) nun folgende geänderte Wirkung: Steht der Locator außerhalb eines Videoclips, so bewegt er sich um 20ms (also 1/50 Sekunde) in die entspr. Richtung. Innerhalb von Videos wird der Locator hingegen jeweils exakt um einen Videoframe vor- oder zurückbewegt, was also je nach Framerate des Videos mehr oder weniger Zeit bedeutet.

Mit gleichzeitig gedrückter Taste Ctrl (bzw. Strg) erfolgt wie bisher eine Bewegung der aktuellen Selektion auf das jeweils folgende oder vorhergehende Objekt der selben Spur.

Nachführung bei Änderungen der Geschwindigkeit

Bei der Arbeit mit statischen oder dynamischen Geschwindigkeitsänderungen (Werkzeug „Geschwindigkeit“ im Bereich einer Ton- oder Videodatei) ändert sich die Spieldauer des jeweiligen Mediums entsprechend, also sowohl beim Ändern von T-Werten als auch beim Verschieben, Duplizieren oder Löschen entsprechender Objekte oder bei der Einfügung mittels Zwischenablage. Insbesondere, wenn bereits parallel oder nachfolgend ablaufende Vorgänge definiert sind, machen solche Operationen daher in der Regel mehr oder minder umfangreiche Anpassungen des Timings per Hand notwendig.

Nach Durchführung solcher Änderung fragt das Programm nun, ob die entsprechende Nachführung des Timings aller betroffenen Objekte automatisch durchgeführt werden soll. Wahlweise kann das gewählte Verhalten für die gesamte Sitzung, d.h. so lange diese Show im Programm geöffnet ist, beibehalten werden.

ASCII-Export von Prompter-Kommentaren

Wenn die Prompter-Funktion genutzt wird, ist es nun möglich, ausgewählte oder alle Kommentare in eine Textdatei zu exportieren. Das kann hilfreich sein, um ein Script zu erstellen und in anderen Programmen zu verarbeiten oder zu drucken.

Die Funktion für den Export von Kommentaren befindet sich im Kontextmenü der Kommentar-Komponente.

Bildbewertung wahlweise verdeckt

Im Formular für den Bildbewertungs-Modus kann nun ausgewählt werden, ob die Wertung der einzelnen Juroren während des Bewertungslaufs wie bisher im Screen offen angezeigt oder verdeckt durchgeführt wird. Bei verdeckter Anzeige verraten die entsprechend pro Juror eingeblendeten Symbole lediglich, ob die Wertung bereits erfolgt ist, indem das zuvor graue Fragezeichen-Symbol grün eingefärbt wird.

Stereoskopie: Exportformate

Stereoskopische Präsentationen (3D-Shows) können nun zusätzlich zu den Formaten WMV und AVI auch in den moderneren MP4-Formaten (H.264 sowie H.265/HEVC) sowie als Einzelbildsequenz (BMP, TIFF, PNG, JPEG, JPEG2000) exportiert werden.

Verbesserungen und Fehlerbehebungen:

gegenüber Build 2710:

gegenüber Build 2709:

gegenüber Build 2708:

gegenüber Build 2707:

gegenüber Build 2706:

gegenüber Build 2705:

gegenüber Build 2704:

gegenüber Build 2703:

Vollversion / Update vorhandener Programmversion

Nur macOS: *** Wenn bereits eine vorherige Version eingesetzt wurde, in der unter „Hilfe → über m.objects“ eine WineHQ-Version < 9.15 angezeigt wird, empfiehlt sich aus Gründen einer modernisierten Laufzeitumgebung das Vorgehen wie bei einer Erstinstallation, siehe erster Absatz dieses Dokuments. ***
Für die erste Installation muss das Installationspaket „m.objects X-2025.app.zip“ gemäß den Hinweisen auf der Homepage (www.mobjects.com/downloadcenter) einmal heruntergeladen und entpackt werden. Die Anwendung ist dann unmittelbar startbar. Spätere Aktualisierungen erfolgen wahlweise über den Menüpunkt „Hilfe -> nach Update suchen“.

Nur Windows: Neue Programmversionen von m.objects können grundsätzlich am einfachsten über die vorhandene Programmversion installiert werden, also ohne diese zuvor zu deinstallieren. Sie können dafür einfach die Installationsart „Vollständig“ wählen und alle Formulare im Installationsassistenten mit „Weiter“ bestätigen. So ist gewährleistet, dass alle globalen Einstellungen des Programms erhalten bleiben.

Alle m.objects-Anwender, die eine Neulizenz, ein Update oder ein Upgrade ab September 2024 erworben haben, können das Update auf die hier beschriebene Version m.objects X-2025 kostenlos durchführen. Es reicht also, wenn im Dialog "Einstellungen/Freischaltung“ als Ablaufdatum für Service und Gratis-Updates 09/2025 (Dongle-Versionen) bzw. 01.09.2025 (Software-Lizenzcodes) oder ein späteres Datum angezeigt wird.

Für Besitzer von Lizenzen, deren Erwerb oder letztes kostenpflichtiges Update vor September 2024 stattfand, ist das Update auf m.objects X-2025 ggf. kostenpflichtig. Sie können m.objects X-2025 im Demo-Modus betreiben und zum Test der neuen Funktionen nutzen. Sollten Sie zunächst kein Update durchführen wollen, brauchen Sie lediglich die Installation der vorhergehenden Programmversion durchzuführen, eine vorherige Deinstallation von m.objects X-2025 ist nicht notwendig.
Sie aktivieren mit einem kostenpflichtigen Update den m.objects-Service für weitere 12 Monate. Preise für Updates erfragen Sie bitte bei uns oder bei Ihrem AV-Fachhändler. Das Update aller ggf. verwendeten Zusatzmodule ist im Updatepreis für das Hauptprogramm bereits enthalten.

Mit m.objects X-2025 gespeicherte Dateien können von vorhergehenden Programmversionen nicht gelesen werden. Es erscheint daher vor dem Überschreiben automatisch ein entsprechender Hinweis auf dem Bildschirm. Nur, wenn Sie diese Abfrage mit “OK” bestätigen, werden die älteren Showdateien aktualisiert. Es empfiehlt sich, vorhandene Produktionen einfach im selben Projektverzeichnis unter einem neuen Dateinamen zu sichern, wenn Sie die ursprüngliche Version später noch mit einer älteren Programmversion öffnen möchten.

Tipps zur Systemausstattung

Sollten Sie mit den technischen Begriffen im folgenden Teil selbst nichts anfangen können: Der Computer-Spezialist, bei dem Sie Ihren Computer gekauft haben oder den nächsten zu kaufen gedenken, findet hier wichtige Informationen zur benötigten Hardware.

macOS:
Mindestversion für das Betriebssystem ist macOS 10.15 (Catalina). Für Anwendungen mit Video-Integration ist der Einsatz eines geeigneten Prozessors wie etwa Intel i7 / i9 neuerer Generation oder noch besser Apple-Prozessoren der M-Reihe (M1 bis M5) sinnvoll, die Ausführungen Pro, Max etc. der Prozessoren erhöhen entsprechend die Leistungsfähigkeit. Es sollten mindestens 8 GB Hauptspeicher und für das Programm selbst ca. 500 MB freier Speicher auf dem Systemdatenträger verfügbar sein. Speicherintensive Produktionen selbst können wahlweise auch auf einem extern angeschlossenen Datenträger liegen.

Windows:
Mindestversion für das Betriebssystem ist Windows 7 (Windows 10 empfohlen). Für Anwendungen mit Video-Integration ist der Einsatz eines geeigneten Prozessors wie etwa Intel i7 / i9 neuerer Generation oder AMD Ryzen 5 oder vergleichbar/höher sinnvoll, darüberhinaus ist für anspruchsvolle Arrangements mit zahlreichen Effekten und/oder 4K-Videomaterial ein leistungsfähiger Grafikchip wie z.B. NVidia RTX 4060 oder vergleichbar zu empfehlen. Es sollten mindestens 8 GB Hauptspeicher (16 GB empfohlen) und für das Programm selbst ca. 300 MB freier Speicher auf dem Systemdatenträger verfügbar sein.


Alle Betriebsysteme:
Speicherintensive Produktionen selbst können wahlweise auch auf einem extern angeschlossenen Datenträger liegen, sofern dessen Anbindung über eine hinreichend schnelle Schnittstelle (mindestens USB 2.0, USB >= 3.0 empfohlen) erfolgt. Zum Anschluss hochauflösender TV-Geräte, Monitore oder Projektoren sollte ein Ausgang nach HDMI >= 2.0, Displayport >= 1.2 oder Thunderbolt verfügbar sein.



Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß mit m.objects X-2025!

Ihr m.objects-Team